Öfter als man denkt

Abzocke Ferienhaus: So schlimm kann es enden, wenn Sie auf Betrüger reinfallen

+
Vorfreude Ferienhaus - doch dann die Ernüchterung: Nehmen Sie sich in Acht vor Betrügern.

Verbringen Sie gerne Ihren Jahresurlaub am gleichen Ort? Mieten Sie dabei immer ein Ferienhaus? Warum Sie vor Betrügern nicht sicher sind, lesen Sie hier.

Ein Rentner-Paar fährt seit vielen Jahren nach Florida in den Urlaub. Dabei mietete sich das Paar seit jeher ein Ferienhaus. Doch vor zwei Jahren ging das so richtig nach hinten los: Sie saßen Betrügern auf.

Viele Betrüger bei Online-Vermietung von Ferienunterkünften

"Wir wurden aufgefordert, vorab 3.500 Euro auf ein Konto in Polen zu überweisen", erklärt der Rentner gegenüber Bild.de. "Wir hatten einen freundlichen, vertraulichen E-Mail-Kontakt zu dem vermeintlichen Vermieter. Wir tauschten uns über Hunde aus, er wollte für uns eine Kaffeemaschine organisieren." Den Kontakt habe das Paar über die Buchungsplattform Homeaway.de hergestellt.

Das Ferienhaus war bereits gebucht, da sei der 69-Jährige krank geworden und das Paar habe das Haus stornieren wollen. Doch dann der Schock: Der eigentliche Eigentümer des Hauses wusste nichts von der Buchung. Doch was war passiert?

Lesen Sie hier: Fünf Kostenfallen im Urlaub, die Sie noch nicht kannten.

Es stellte sich heraus, dass das Konto der Hausbesitzers bei Homeaway.de gehackt worden war. Die Betreiber der Seite aber reagierten nicht so wie erhofft: Angeblich sei dem Rentnerpaar ein Schweigegeld von 1.000 Euro angeboten worden – mit der Bedingung, dass sie 5.000 Strafe zahlen müssten, wenn es damit an die Öffentlichkeit gehe. Das Paar habe abgelehnt und sich an den Verbraucherschutz gewandt. Die 3.500 Euro, die sie als Anzahlung geleistet hatten, bekamen sie nicht wieder.

Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Online-Buchung von Ferienunterkünften

Die Verbraucherzentrale rät dazu, genau hinzusehen, ob das Angebot für eine Ferienunterkunft auch deutlich gekennzeichnet ist. "Als Anbieter von Reiseleistungen können Reiseveranstalter, Eigentümer von Unterkünften oder Fluggesellschaften auftreten", heißt es auf der Website. "Aber auch Reisevermittler bieten Reiseleistungen an. In jedem Fall sollten der Name, die Rechtsform des Unternehmens, zum Beispiel GmbH, der Name des Vertretungsberechtigten, die vollständige Adresse, Telefon- und Faxnummer, E-Mail-Adresse und die Handelsregisternummer angegeben sein."

Lesen Sie hier: Mann verdient Millionen jährlich - mit Airbnb-Vermietung.

Sei der Anbieter ein Reisevermittler, müssten zusätzlich die Daten des Unternehmens, das die Leistung erbringt, bekannt gemacht werden, heißt es weiter. Zudem sollte der Kunde immer in seiner Muttersprache mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen können. Und: "Sämtliche Angaben sollten leicht aufzufinden, gut lesbar und auch bequem auszudrucken sein."

Weitere Fragen, die bei der Online-Buchung von Ferienunterkünften beachtet werden sollten:

  • Ist der Anbieter klar gekennzeichnet?
  • Sind alle Buchungsabläufe verständlich?
  • Werden alle Eckdaten im Angebot genannt?
  • Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen leicht zu finden?
  • Sind alle Kosten transparent?
  • Ist die Datenübertragung verschlüsselt?
  • Haben Sie die Erklärungen zum Datenschutz geprüft?

Auch interessant: Nehmen Sie sich bloß vor dieser dreisten Ferienhaus-Betrugsmasche in Acht.

sca

Wow! Mats Hummels und Cathy zeigen ihre Villa - und jeder kann dort Urlaub machen

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare