Ferien im Sattel

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Das Glück der Erde: Vor dem Urlaub mit Pferdestärken gilt es einige wichtige Punkte zu beachten.

Den ganzen Tag reiten, Ponys striegeln und mit anderen Kindern herumtoben – Reiterferien sind für kleine Pferdefans eine tolle Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln oder richtig sattelfest zu werden.

Das Reiterferien-Angebot für Kinder ist groß. Es reicht vom kleinen Ponyhof – ohne Reithalle, aber mit individueller Betreuung – bis hin zum schicken Reiterzentrum. Es ist also nicht ganz leicht, den richtigen Hof zu finden

Wichtiger Anhaltspunkt ist eine Prüfplakette der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Sie zeigt unter anderem, dass hier die Pferde artgerecht gehalten werden und sich gut ausgebildetes Personal um die Gäste kümmert. Weitere Zertifizierungen sind Plaketten von regionalen Verbänden und eine Prüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) für gute Gästezimmer und Verpflegung.

DIE INFOS

Tipps zum Urlaub im Sattel der Reiterlichen Vereinigung (FN) stehen im Internet unter www.pferd-aktuell.de. Die FN und die deutschen landwirtschafts- Gesellschaft haben den Führer „Urlaub im Sattel“ herausgegeben, der 12,90 Euro kostet (244 Seiten, ISBN 978-3-88542-439-0).

Die FN-Zertifizierung steht alle drei Jahre an. Dabei muss beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Schulpferden vorgestellt werden. Ein Pluspunkt ist die Offenstallhaltung – hier können sich die Pferde im Freien austoben und gehen dann unterm Sattel gelassener. Die Prüfer werfen auch einen Blick in die Papiere der Angestellten. Vor allem für die Sicherheit der Kinder ist es wichtig, dass alle Betreuer eine fundierte Ausbildung etwa als Reitlehrer haben Im Idealfall sollten sich Eltern an einer persönlichen Empfehlung orientieren. Wenn ein Kind begeistert von den Ferien nach Hause kommt und seine Reiterferien in vollen Zügen genossen hat, ist das die beste Werbung. Falls möglich, ist auch ein Vorabbesuch auf dem Hof sinnvoll.Einen guten Reiterhof erkennt man auch daran, dass möglichst jedes Ferienkind sein eigenes Pflegepony oder -pferd hat. Unter Anleitung darf es das Tier nicht nur in Reitstunden und auf Ausritten reiten, sondern sollte sich auch um den Sportpartner sorgen.Dazu zähle, die Ponys morgens von der Koppel zu holen und zu putzen, aber auch die Pflege des Sattelzeugs. Damit das gut klappt, werden die Pferd-Reiter-Teams sorgfältig eingeteilt. Jungen Ponys sind nicht für Anfänger geeignet, die noch nicht so fitten Kinder kommen auf die ruhigen, älteren Gesellen.Ponys sind Großpferden laut den Experten eigentlich immer vorzuziehen, da die Größenverhältnisse besser passen und auch die Bewegungsabläufe in einem Rahmen sind, der für Kinder und Jugendliche erfasst werden kann.

Faustregel: Das Pferd sollte nur so hoch sein, wie das Kind groß ist. Verfügt der Hof über eine Reithalle, riskiert man nicht, dass bei verregneten Ferien der Reitunterricht buchstäblich ins Wasser fällt. Die Kosten für einen Reiturlaub sind sehr unterschiedlich und immer in Relation zu dem Angebot zu sehen: Wie oft wird geritten, welche Qualifikation hat der Ausbilder, werden offizielle Prüfungen abgelegt?

Kosten von 300 bis 450 Euro sollte man für eine Woche mit hochwertigem Unterricht auf zuverlässigen Pferden und einem guten Rundumprogramm plus guter Vollpension einrechnen. Auch die FN rät: „Fahrt lieber ein paar Kilometer weiter oder gebt pro Stunde ein paar Euro mehr aus, um die passende Reitschule oder den passenden Ferienhof zu finden.“ Eine Ausbildung auf schlechten Schulpferden mit unqualifizierten Betreuern ist nicht nur risikoreich und macht weniger Spaß, sie könnte am Ende sogar teurer werden: Unter Umständen lernt ein Anfänger dann falsche Dinge, die mühsam korrigiert werden müssen.

Andrea Löbbecke

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