Stiftung Warentest

So sind Sie auf Reisen gut versichert

Berlin - Wer gerne reist, sollte für den Fall der Fälle gut abgesichert sein. Stiftung Warentest hat deshalb 40 Reisekrankenversicherungen unter die Lupe genommen und erklärt, worauf Urlauber besonders achten sollten.

Ganz egal ob USA, Thailand, Brasilien oder Italien: Wer zu den rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten gehört, sollte vor einem Urlaub in jedem Fall mit einer Reisekrankenversicherungen vorsorgen. Denn wer tatsächlich das Pech hat, im Ausland krank zu werden, einen Unfall zu haben oder sich anderweitig zu verletzen, für den ist nicht einmal innerhalb der EU-Staaten ein Rücktransport über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert.

Doch welche Policen sind empfehlenswert? Wie teuer darf, muss oder soll eine Reisekrankenversicherung sein? Und auf welche Leistungen sollte man besonderen Wert legen? Um all diese Fragen zu klären, hat Stiftung Warentest 40 Reisekrankenversicherungen unter die Lupe genommen und einen umfassenden Test erstellt.

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Die gute Nachricht: Immerhin 14 Anbieter erhielten die Note "sehr gut" und nur vier Versicherer wurden mit "ausreichend" bewertet. Die Top 5 der Reisekrankenversicherungen gibt es von Allianz, Universa, Ergo Direkt, Hanse Merkur/DAK und Neckermann. Über den Titel "Aufsteiger des Jahres" darf sich die Police von Universa freuen. Sie wurde noch im vergangenen Jahr mit "mangelhaft" bewertet - als einzige Versicherung im Test. Nun zählt sie zu den Besten.

Die Finger lassen sollten Reisende den Testergebnissen zufolge von den Angeboten von Gothaer, Signal Iduna, Mannheimer und Deutscher Ring. Ihre Policen sind nur "ausreichend". Neben anderen Kritikpunkten stünde es besonders im Fall einer Pandemie schlecht um die Leistung der Versicherungen.

Ob eine Reisekrankenversicherungen guten Schutz bietet, entscheidet sich aber in erster Linie bei den Bedingungen für den Rücktransport. Stiftung Warentest empfiehlt vor allem Policen, in denen vermerkt ist, dass ein Transport nach Hause schon dann gewährleistet ist, wenn es medizinisch sinnvoll und nicht erst wenn es notwendig ist. Gut für den Versicherten ist außerdem, wenn es keinen Selbstbehalt gibt und zum Beispiel auch Kosten für Sportverletzungen oder für alternative Arzneimittel, die sich in der Praxis bewährt haben, übernehmen.

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Generell zahlen Reisekrankenversicherungen nicht für Psychotherapien, für die Neuanfertigung von Zahnersatz und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte. Sie übernehmen auch keine Kosten, wenn der Reisende nur deshalb in ein anderes Land fährt, um dort behandelt zu werden.

Reisende und Urlauber müssen für den Schutz im Ausland mit jährlichen Kosten zwischen zehn und 12 Euro rechnen. Senioren zahlen 15 bis 30 Euro. In der Regel verlängern sich die Verträge automatisch. Die Kündigungsfristen liegen zwischen einem und drei Monaten. 

mm

Rubriklistenbild: © AP (Symbolbild)

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