Auf der Suche nach dem Osterei

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Los geht´s zum Sprint auf die Ostereier. Aber nicht nur die Schnellsten finden ein buntes Ei.

Groß-Zimmern - Dicht umringt ist der Osterhase aus Holz. Er markiert die Absperrung vor der Adolf-Kolping-Anlage. Sehnsüchtig blicken die Kinder dahinter in den Park und versuchen schon von ferne die ersten Ostereier zu erspähen. Von Ulrike Bernauer

Und dann endlich wird die Anlage freigegeben und alle stürzen in den Park. Die eifrigsten Ostereiersucher haben schnell einige bunte Eier in ihrem Korb oder ihrer Tasche. Die Kleinsten, die gerade laufen könne, haben es auch mit Hilfe von Mama und Papa ein wenig schwerer, ihr Körbchen voll zu bekommen. Aber es verlässt kein Kind ohne ein, zwei bunte Eier den Park. Die ehemaligen Mitglieder der inzwischen aufgelösten Kinder- und Jugendlobby wandern zwischen den Bäumen umher und verstecken immer wieder neu Eier, so dass auch die Kleinsten eine Chance haben.

Leon war fleißig beim Suchen und hat viele bunte Eier gefunden.

1440 bunte hartgekochte Eier haben die Privatleute, die diese schöne Tradition nicht mit der Kinder- und Jugendlobby sterben lassen wollten, gekauft und die werden innerhalb von einer Dreiviertelstunde im Park versteckt und meist gleich wieder gefunden.

Lissy (6) verlässt stolz und zufrieden mit zwölf Eiern den Park. Vater Alexander Ihl erzählt: „Wir sind zum ersten Mal hier, wir haben das erst in diesem Jahr mitbekommen“.

Naomi (2) und Luana (8) haben auch viele Eier gefunden, wobei Naomi gesucht und Luana das Körbchen getragen hat. Mutter Marina Huber erklärt: „Die Eier finden ihre Abnehmer. Die Cousine ist krank, die bekommt auch ein paar Eier und der Cousin konnte nicht suchen, weil er Fußball spielt“.

Maximilian Wiedenmann würde gerne mitsuchen, aber er darf nicht. Mit elf Jahren ist er zu alt. Marian Herbert (12) versteckt dagegen lieber die Eier. Er gehört zu den fleißigen „Eierlegern“, die dafür sorgen, dass auch später kommende Kinder noch das eine oder andere Osterei finden.

Neu ist in diesem Jahr, dass es auch echte Osterhasen im Park gibt. Sie sitzen allerdings im Käfig und sind bald dicht umringt von Kindern. Benjamin, Stups und Mimi schmecken die Mohrrüben und das Salatgrün gut, trotzdem versuchen einige der kleineren Kinder ihre gerade gefundenen Eier durch die Gitterstäbe zu pressen und damit die drei Zwerghasen zu füttern.

Astrid Wolf, wohnhaft direkt neben dem Park, hat die kleinen Nager zur Freude der Ostereiersucher auf einen Kurzurlaub in den Park geschickt.

Zwischen all den Kindern auf der Suche läuft noch ein ganz großer Hase durch den Park. Ulrike Strauß ist jetzt schon zum dritten Mal in das Hasenkostüm geschlüpft und erfreut die vielen Kinder mit ihren langen Ohren. Auch sie versteckt zwischendurch immer wieder Eier, sie hat es aber recht schwer. Einige der größeren Kinder haben es spitz gekriegt, dass sie aus ihrem Korb immer mal wieder ein Ei verliert und verfolgen sie zeitweise, um vom Eiersegen reichlich abzusahnen.

Anja und Holger Graulich sind mit den beiden Söhnen Lukas (3) und Florian (1) schon zum zweiten Mal zum Eiersuchen im Park. Die Eltern finden die Aktion der ehemaligen Aktivisten der Kinder- und Jugendlobby toll. Nicht ganz so toll finden sie, dass manche Eltern ihre Kinder eher anspornen, möglichst viele Eier zu finden und das nicht auf ein vernünftiges Maß beschränken.

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