Mehr Komfort für Simba und Ayla

Offenbach - Seit Ende Juni haben das Löwenkopfkaninchen Simba, das Rosettenmeerschweinchen Ayla und die Chinchillas Lucy und Simone bereits ein neues Zuhause. Die kleinen Nager können nun in einem großzügigen Auslauf herumtollen oder sich in komfortablen Boxen zum Nickerchen zurückziehen. Von Denis Düttmann +++Video+++

Das neue Haus hat die Bedingungen für unsere Kleintiere erheblich verbessert“, erzählt Tierheimleiterin Gudrun Lincke.

Am Sonntag wurde das Kleintierhaus auf dem Gelände des Tierheims auf dem Buchhügel eingeweiht. Ein knappes Jahr hat der Bau des rund 60 Quadratmeter großen Raums gedauert – die Kosten betrugen 172 000 Euro. „Etwa 30 000 Euro Spenden haben wir bisher eingesammelt, den Rest haben wir übernommen“, sagt der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Andreas Franke.

Früher lebten die Kleintiere mehr oder weniger zusammen gepfercht in einem acht Quadratmeter großen Zimmer im Hauptgebäude. Als das Tierheim im vergangenen Jahr kurzfristig 160 Rennmäuse aufnehmen musste, wurden die Tiere sogar über das ganze Haus verteilt.

Die 18 neuen Einzelboxen können durch einen Schiebemechanismus bedarfsgerecht vergrößert und verkleinert werden, jeweils drei Gemeinschaftsausläufe und Volieren bieten den Tieren ausreichend Spielmöglichkeiten.

Staatsminister Stefan Grüttner lobte die gute Arbeit der Tierheim-Mitarbeiter und des Tierschutzvereins. Gerade die schwächeren Mitglieder der Gesellschaft verdienten Aufmerksamkeit und Liebe – das gelte insbesondere für Tiere. „Auch Tiere leiden, aber anders als wir Menschen können sie sich nicht artikulieren“, so Grüttner. „Deshalb ist es unsere Aufgabe, ihnen ein liebevolles Zuhause und Zuneigung zu geben.“ Das Tierheim nehme eine wichtige Aufgabe für die Kommune wahr, sagte Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. Der Liberale bemühte gar das Subsidiaritätsprinzip, um zu erklären, warum der Tierschutzverein und die Mitarbeiter des Tierheims die gesetzliche Aufgabe der Stadt, sich um herrenlose Tiere zu kümmern, so viel besser erledigen, als ein städtisches Amt es je könnte.

Nach Neubau Zahl der Vermittlungen gestiegen

Das neue Kleintierhaus bietet Platz für rund 100 Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten und Vögel – derzeit leben jedoch nur etwa sechzig Tiere in den Ställen und Volieren. „Zu Beginn der Ferienzeit war viel los, jetzt wird es wieder etwas ruhiger“, sagt Tierheimchefin Gudrun Lincke. Durch den Neubau hat sich nicht nur die Lebenssituation der Bewohner verbessert, auch die Zahl der Vermittlungen ist gestiegen. „Es kommen immer mehr Menschen und suchen sich ein Tier aus“, so Lincke.

Bei dem Fest konnten die Besucher die Arbeit im Heim noch besser kennen lernen: Die Gäste besichtigten das Haus und die Ausläufe, bei einer Rallye erkundeten die Kinder das Gelände und mussten dabei so manche knifflige Aufgabe lösen, an Info-Ständen konnten sich Halter beispielsweise beim Bau von Kaninchenkäfigen beraten lassen. Der Höhepunkt aber war die Talentshow für Hunde. Pudel, Schäferhunde und Mischlinge zeigten kleine Kunststücke, WDR-Moderatorin Claudia Ludwig befragte die Halter zu den Trainingsmethoden und eine Jury kürte schließlich einen Sieger.

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