Bärchen und Flora im Glück

+
Orsino ist froh. Dank der Vermittlung auf „op-online.de“ führt er jetzt ein echtes Hundeleben.

Bärchen und Flora fühlen sich pudelwohl. Seit fünf Wochen haben der Bernhadiner und seine kleine Mischlingsfreundin ein richtig schönes zu Hause. Und zwar in Obertshausen. Ihre neuen Besitzer haben die beiden auf op-online.de in der Serie „Ich bin ein Tier und will zu Dir!“ gefunden.  Auf den ersten Klick war die Sache klar.  Von Kathrin Rosendorff

Genüsslich schleckt „Bärchen“ das Restwasser aus seinem eigenen Planschbecken. Er ist in seinem neuem Garten, den er genauso sehr mag wie das Schwimmen. Aber weil die Sonne brennt und das Wasser des Planschbeckens ausgetauscht werden muss, hat er sich mit seinen 82 Kilo in den Schatten gelegt. Zwei Kilo Futter frisst der Bernhardiner am Tag: Das Fleisch kommt von einem Offenbacher Metzger für Hunde - Reis und Gemüse tun seine „Adoptiveltern“ hinzu. Immer einen Schritt hinter ihm, ist seine kleine Freundin Flora- eine Blondine.

Die stolzen Besitzer: Sigrid Trier und Roland Schäfer wollen Orsino und Flora nie mehr hergeben.

„Eigentlich heißt er ja Orsino, der italienische Name für Bärchen“, klärt Roland Schäfer (52) auf. „Obwohl er ja eigentlich schon eher groß wie ein richtiger Bär ist“, sagt Schäfer und lacht. Dann streichelt er „Orsino“ über den Rücken. Schäfer ist Orsinos neuer Papa. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sigrid Trier hat er den zweieinhalb Jahre alten Bernhardiner aus dem Tierrefugium Hanau vor fünf Wochen zu sich geholt. „Wir haben ihn auf op-online.de in der Serie ‚Ich bin ein Tier und will zu Dir!‘ gesehen und waren sofort interessiert“, erzählt Trier.

Von klein auf gehörten Hunde zur Familie. Vor wenigen Wochen musste sie ihren Labrador einschläfern lassen, dann war sie mit ihrem Lebensgefährten auf einer Landser-Ausstellung (die schwarz-weiße Version eines Bernhardiners) in Rodgau, doch dann sahen sie die Serie auf op-online.de. Als sie „Orsino“ im Tierrefugium zum ersten Mal treffen, waren sie sofort verliebt. „Er ist auch gleich mit uns spazieren gegangen“, erzählt Trier gerührt. Doch bevor sie nur einen Meter gelaufen waren, hörten sie ein furchtbares Weinen.

Auch Flora mag es bei den neuen Herrchen. Und vorallem freut sie, dass sie mit Orsino zusammen bleiben konnte.

Flora, die Mischlingsfreundin von Orsino wollte nicht ohne ihn sein. „Dieses Weinen hätte ich nie mehr aus meinem Kopf bekommen, also haben wir uns entschlossen auch Flora bei uns aufzunehmen.“
Doch ganz so schnell ging die Familienvereinigung nicht. „Sieben Mal besuchten wir Orsino und Flora im Tierrefugium“, so Trier. Und die Mitarbeiter des Tierrefugiums besuchten die potentiellen neuen Herrchen auch zu Hause, um zu schauen, dass die Tiere bei ihnen genug Platz haben und auch sonst gut umsorgt werden.
Ihr macht ein Gedöns, als würdet ihr ein Baby adoptieren wollen“, habe Triers Tochter zu ihnen gesagt. „Ja, aber wir wollten die beiden auch wirklich haben“, sagen die Besitzer, lächeln und immer wieder fällt der Blick zum schattigen Liegeplatz der Hunde. „Orsino liebt das Schwimmen“, erzählt Trier. Die beiden Besitzer gehen viel mit den beiden Hunden in der Natur spazieren. Gerne durchlaufen sie den vier Minuten entfernten Wald, doch zu den Favoriten zählt der Naturpark in Aschaffenburg.

Flora ist hat einen ausgeprägten Jagdtrieb. „Sie bellt immer die Schafe an und wirft ihren Hintern vor Aufregung in den Graben. Orsino läuft desinteressiert vorbei“, so Schäfer.
Beide seien absolute „Kuschelmäuse“, sagt er weiter. „Wenn einer gestreichelt wird, ist der andere auch gleich zur Stelle.“ Ganz besonders kuschelbedürftig ist Orsino bei Gewitter, davor hat er panische Angst. „Orsino vergisst nur leider manchmal, dass er kein kleiner ‚Bär‘ mehr ist. Beim letzten Gewitter ist er aus Angst auf meinen Schoß gesprungen-mit seinen 82 Kilo - und Flora natürlich hinterher“, sagt Sigrid Trier und lacht. „Für einen Augenblick dachte ich, meine Oberschenkel brechen.“

Flora und Orsino sind jetzt Teil der Familie

Die beiden wieder gehen zu lassen, können sich die Hundeeltern nicht mehr vorstellen. „Sie gehören jetzt zur Familie. Meine Töchter wollen sie sich auch unbedingt mal für einen Tag ausleihen.“
Von Orsino wissen seine Besitzer, dass er in Süditalien an einem Pfahl angebunden gefunden wurde. Flora hat immer noch eine Narbe am Hals, weil man sie versucht hatte an einer Schlinge aufzuhängen. „Die Stelle ist bis heute kahl, aber sie lässt sich auch dort streicheln“, erzählt Trier. Dann geht sie zu Orsino und hält ihm ein Handtuch zum Spielen hin. Freudig reißt er daran. „Er ist sehr verspielt“, sagt Schäfer. „Einige Handtücher hat er schon zerrissen.“ Am liebsten hätte es Orsino wenn jeder, der vorbeikommt sein Freund werden würde. „Er sabbert dabei Gott und die Welt an“, so Tier und lacht auf. Er kann sich gar nicht vorstellen, dass manche Angst vor ihm haben könnten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare