Der Tag der Liebenden und seine Bedeutung

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Geheime Wünsche werden an Herzluftballons in die Luft geworfen - am Valentinstag gibt es viele verschiedene Bräuche.

Der 14. Februar gilt als Tag der Liebenden. Die Legende um den Bischof Valentin von Terni gab dem Tag seinen Namen. Doch was hat es mit dem Brauchtum und der Legende auf sich? Von Barbara Wellmann

Der Valentinstag ist vor allem durch die Floristen so populär geworden. Ihre umfangreiche Werbung für den Blumenhandel, machte den Tag bekannt. Ähnlich, wie es mittlerweile seit den 1990er Jahren mit Halloween ist. Doch dem Tag liegt auch ein traditioneller Brauch zugrunde.

Der kirchliche, religiöse Ursprung lässt sich auf die in manchen Kirchen gefeierte Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit zurückführen.

Der Ursprung findet sich in Groß-Britannien des 15. Jahrunderts. Die Verbindung von Brief und Blume wird etwa seit dem 17. Jahrhundert nachgeahmt. Diese Verbindung könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf den Liebesbrief ihres Gemahls reagierte.

Englische Auswanderer nahmen ihren Brauch mit in die „Neue Welt“ - die USA -  durch die US-Amerikaner kam der Valentinstag nach dem Zweiten Weltkrieg auch nach Deutschland. Der erste „Valentinsball“ wurde im Jahr 1950 in Nürnberg gefeiert. Die Floristen und Süßwarenindustrie tat ihr Übriges und so wurde der Tag populär.

Wichtigsten Geschenke sind die roten Rosen

Ob Pralinen, Karten oder Parfüm - das wichtigste Geschenk am Valentinstag sind Blumen. Das wissen auch die Floristen, die die Preise für rote Rosen an diesem Tag stark ansteigen lassen.

In den veschiedenen Teilen der Erde haben sich unterschiedliche Traditionen entwickelt:

In Brasilien wird der Valentinstag etwa erst am 12. Juni gefeiert.

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre Gatten, Chefs oder männlichen Kollegen. Im Gegenzug erhalten sie einen Monat später am „White Day“ weiße Schokolade als Präsent.

Der italienische Brauch, um die ewige Liebe zu finden, wird mittlerweile auch in anderen Ländern ausgeübt.

In Italien treffen sich Liebespaare meist an Brücken oder an Gewässern. Sie schließen Vorhängeschlösser an Fahrradständer oder an Zäune an und schreiben ihre Initialen darauf. Danach werfen beide Liebenden die Schlüssel ins Wasser und wünschen sich etwas. Zwar darf der Wunsch danach nicht verraten werden, doch die meisten wünschen sich die ewige Liebe.
Ganz anonym geht es in Finnland zu. Dort wird der Valentinstag als Freundschftastag gefeiert. Es werden Karten oder kleine Geschenke ohne Absender verschenkt, an Menschen, die man sympathisch findet.

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