Blumenstrauß oder virtuelle Liebesgrüße

Für die einen ist es nur ein völlig überbewerteter Tag, für die anderen ein Termin, dem sie schon Wochen vorher entgegen fiebern. Von Jörn Polzin

Da sind zum einen die genervten Singles, denen der Hype um diesen Tag gewaltig gegen den Strich geht. Dem gegenüber steht die Vorfreude der strahlenden Pärchen, die ihr Liebesglück gerne zur Schau stellen. Warum auch nicht? An diesem besonderen Tag lebt man eben nur von „Luft und Liebe“, lässt alles andere ruhen und will dem Partner etwas Gutes tun. Ein Festtag – nicht nur hierzulande - den man auch so feiern sollte. Längst ist der Valentinstag weltweit zum Pflichttermin für eine besondere Liebeserklärung geworden. In Italien etwa treffen sich die Liebespaare dazu meist an Brücken oder auch Gewässern. An kreativen Angeboten um seiner Liebsten eine Freude zu machen, mangelt es gewiss nicht.

Die Traditionellen unter den Liebesboten übergeben ihrer besseren Hälfte einen Blumenstrauß mit möglichst vielen Rosen. Kitschig oder nicht, aber welche Frau ist davon nicht verzückt? Die echten Romantiker überraschen ihren Partner mit einem Candle-Light-Dinner oder einem Ausflug an den Ort der ersten Begegnung. Die Kreativen mühen sich mit individuell und geschmackvoll gestalteten Karten. Ob kleine oder große Aufmerksamkeit, ob etwas Gebasteltes oder teurer Schmuck - die Geste zählt. Und den Bedauernswerten, die diese Stunden nicht gemeinsam verbringen können, bleiben immerhin die virtuellen Liebesgrüße. Das Schöne: Ob Männlein oder Weiblein, beide Seiten sind zufrieden gestellt – und profitieren. Die Männer sammeln Pluspunkte, die Frauen können mit ihren Freundinnen über das schönste Geschenk wetteifern. Und ganz nebenbei wird an diesem Tag noch die Wirtschaft angekurbelt. Nur eines sollte man(n) tunlichst vermeiden: Den Tag komplett vergessen.

Rubriklistenbild: © Reinartz

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