Blas- und Projektorchester des Turnvereins:

Mit Freude im Herzen Richtung Weihnachten

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Das Blasorchester des Turnvereins, dirigiert von Michael Schließmann, bereitete den Zuhörern beim Weihnachtskonzert in der TV-Halle am Jahnplatz viel Freude.

Langen -  Musik ist die Sprache der Welt, die über alle Grenzen hinweg Freude bereitet. Dies ist hinlänglich bekannt. Dass besondere Musik auch besondere Freude macht, das beweist seit vielen Jahren im Dezember das TV-Blasorchester. Von Leo F. Postl 

Gerade in der Weihnachtszeit steht das Thema „Freude bereiten, aber auch selbst etwas Freudiges erleben“ ganz oben auf den Wunschlisten der Menschen. Mit seinem schon traditionellen Weihnachtskonzert gelingt es dem Blasorchester des TV Langen um seinen Dirigenten Michael Schließmann immer wieder recht eindrucksvoll, Freude zu verbreiten. Der große Saal der TV-Halle ist weihnachtlich dekoriert: Zwei „strahlende“ Weihnachtsbäume zu beiden Seiten der Bühne und schöne weihnachtliche Dekorationen an den Wänden (für diese haben die kreativen Damen des TV Blasorchesters gesorgt), dazu noch eine ganze Reihe rot blühender Weihnachtssterne entlang der Bühne (diese stammen aus der Langener Blumenstubb) verströmen schon mal optisch ein perfektes weihnachtliches Flair. Dies animiert die Musiker – den konzertanten Reigen bestreitet neben dem Blasorchester auch das Projektorchester des TVL – dann zu Höchstleistungen. So erleben die vielen Gäste, unter ihnen der Ehrenvorsitzende Peter Carlstaedt, Präsident Professor Dr. Jan Werner, Stadtverordnetenvorsteher Stephan Reinhold, Bürgermeister Frieder Gebhardt und Walter Metzger als Repräsentant des Gönners Sparkasse Langen-Seligenstadt, ein wunderbaren, vorweihnachtlich-freudigen Abend.

Recht passend eröffnet das Blasorchester mit „Freude zur Musik“ den Abend. „Und jetzt kommen nur 48 Takte, aber die haben es in sich“, kündigt Moderator Heinz-Georg Sehring die kurze Komposition „Locus iste“ von Anton Bruckner an. Dabei ist die besondere Aufmerksamkeit der Musiker um Dirigent Michael Schließmann genau an „diesem Ort“ gefragt. Etwas flotter, doch nicht minder anspruchsvoll das „Intermezzo Sinfonico“, mehr gediegen das Stück „Ein Abend am Meer“ – wer die Augen schließt, vermag gar das Wellenrauschen zu hören.

Die „Böhmische Liebe“ haben die Zuhörer Robert Gärtner, Musiker in Reihen des TV-Blasorchesters, zu verdanken. „Wenn ihr zu dritt seid, dann können wir darüber reden“, hatte der Dirigent dessen Wunsch entgegengehalten. Schnell hatte der „Polkakönig“, wie Gärtner in den Reihen des Blasorchesters genannt wird, mit Nele Wekenborg (Tenorhorn) und Jan Benedikt Saß (Waldhorn) zwei Mitstreiter an seiner Seite. Und so gab es die recht schmissige Polka „Böhmische Liebe“ zu hören, so wie sie auch durch Ernst Mosch berühmt wurde – doch das TV-Blasorchester braucht keinen Vergleich zu scheuen. Mit dem Marsch „Ohne Rast“ geht es dann recht passend in die Pause.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Danach gibt das Projektorchester, dirigiert von Anita Scheuermann, mit „Music from Cars“ und „You Raise Me Up“ eindrucksvolle Kostproben seines Könnens. Ein besonderer Höhepunkt des Abends ist das Zusammenspiel von Projekt- und Blasorchester bei „Game Of Thrones“. Dass sich das Blasorchester auch moderner Musikliteratur nicht verschließt, beweist es im zweiten Teil seines Konzertes. Von „Tara’s Theme“ über „My Name ist Nobody“ geht es zu „Miss Marple“. Das finale „In heil’ger Nacht“ ist nicht nur ein perfekter Abschluss des Weihnachtskonzertes, sondern auch eine Überleitung in die Wünsche, die Manfred Seipel, einer der Vorsitzenden des TV Langen, allen Besuchern mit auf den Heimweg gibt.

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