Adventsmarkt in Mini-Version

Stimmungsvoller Budenzauber

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Mit adventlichen Weisen begleiteten die Frohsinn-Frauen das Erleuchten des Christbaumes auf dem Marktplatz. Im „Dinjerhof“ hatten Kunsthandwerker und Hobbyköche ihre Stände aufgebaut, draußen kurbelte die Kälte den Glühweinabsatz an.

Ober-Roden - Der Adventsmarkt am Wochenende war eine kuschelige Sache. Die 15 Buden und Stände konzentrierten sich rund um den geschmückten Weihnachtsbaum auf den Marktplatz und bekamen von Frau Holle gestern noch ein weißes Häubchen.

Wer betreut den traditionellen Adventsmarkt in diesem Jahr? Der Gewerbeverein? Die Stadt? Den Besuchern war’s eigentlich egal. Hauptsache, es gab wieder einen guten Grund, die Vorweihnachtszeit mit einem Glas dampfendem Glühwein in der Hand und mit Freunden oder Bekannten zu begrüßen. Und dies ging auch bei der Mini-Version auf dem Marktplatz sehr gut.

Beim Erleuchten des Christbaumes betonte Manfred Rädlein, der Vorsitzende des Gewerbevereins, dass sich Lebenswege ändern und Menschen weniger Zeit für ehrenamtlichen Aufgaben hätten. Nach dem ersten Bedauern, den Markt in diesem Jahr nicht ausrichten zu können, und einem kurzfristigen Umplanen, dem auch die Stadt nicht gerecht werden konnte, hatte sich doch der Gewerbeverein noch ein letztes Mal für die Organisation des Marktes entschieden. Der Marktplatz war optisch sehr ansprechend fast ausschließlich von Holzbuden umrahmt, die Speis und Trank in Hülle und Fülle anboten. Am TS-Stand gab"s sogar Milchreis mit Zimt und Zucker.

Erster Stadtrat Jörg Rotter bedankte sich beim Baumerleuchten vom Brunnenrand aus auch artig: „Wir als Stadt freuen uns auf diese neue Aufgabe, die wir geschenkt bekommen haben!“

Bilder: Adventsmarkt in Ober-Roden

Für dieses Jahr war’s aber ein neues Erlebnis, mal neben der offenen gebliebenen Durchgangsstraße dicht gedrängt zu feiern, und die Ober-Röder und ihre Gäste schienen es zu genießen. Die Sängerinnen der Frohsinn-Chöre zogen ebenso wie die meisten Besucher nach dem ersten Auftritt weiter zum „Dinjerhof“, wo eine idyllische Adventsstimmung die Gäste umfing. Schon die vielen zum Verkauf stehenden Christbäume brachten so etwas wie Winterwald-Gefühle, und wer sich keine kalten Füße im Hof holen wollte, musste sich nur in das alte Wohnhaus, die Stallungen und die Scheune begeben, wo Kunsthandwerker und Hobbyköche ihre Stände aufgebaut hatten. Vom schmuseweichen Teddybären mit drehbaren Gelenken bis zur kunstvoll gestalteten versilberten Frucht als Christbaumschmuck, von der Waldackerer Seife bis zum Ober-Röder Kräuterlikör, vom Adventskranz bis zur Filz-Handtasche gab es unendlich viel zu schauen und zu kaufen. Doch auch Vereine wie die Kolpingsfamilie, der VFS oder erstmalig die Opferorganisation „Weißer Ring“ warben für ihre Belange.

Große Freude herrschte bei Ausstellern und Besuchern, als am gestern Morgen dicke Schneeflocken vom Himmel fielen und dem Mini-Adventsmarkt samt Christbaum ein noch idyllischeres weißes Mützchen verpassten. Das zog die Besucher schließlich auch in die geöffneten Geschäfte im Herzen Ober-Rodens und lässt hoffen, dass es nächstes Jahr wieder einen Adventsmarkt in Ober-Roden geben wird, egal unter wessen Schirmherrschaft. (chz)

Adventsmarkt in Ober-Roden

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