Idylle am „Rodgaudom“

Adventsmarkt Ober-Roden hat seine wahre Form offenbar gefunden

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Viel Selbstgemachtes gab’s im „Dinjerhof“. Das Angebot reichte von Kunst und wärmenden Handschuhen bis zu Seife und Schnaps.

Ober-Roden – Zehn leuchtende Sterne unterm Dach des Stage Mobils, auf dem die Jugend des Musikvereins 03 unter der Leitung von Johannes Maurer den Adventsmarkt eröffnete, machten es deutlich: Die Stadt nahm die leichte Kritik des vergangenen Jahres ernst.

Ober-Roden - Sie bemühte sich, den derzeit unter ihrer Regie laufenden Markt heimeliger und idyllischer zu machen. Und das gelang, wozu vor allem die Bürger selbst beitrugen. Zahlreiche gut gelaunte Menschen waren vor St. Nazarius versammelt, als Bürgermeister Rotter und die Erste Stadträtin Andrea Schülner den Markt eröffneten, während Ex-Bürgermeister Roland Kern völlig entspannt das Treiben genoss.

Und überall wurde es lebendig und später auch voll. Im „Forum“ etwa, wo die Kolpingsfamilie um Spenden für ihre Hühner-Aktion zugunsten von Kleinbauern in Afrika warb und wieder viel schönes Handgemachtes, vor allem Treibholz-Kunst, angeboten wurde. Gleich nebenan im Eine-Welt-Laden wurde es voll, ebenso wie in der Heitkämperstraße, wo Waffeln dufteten oder Schwaden von heißem Amaretto in die Nase der Besucher stiegen.

Rödermark-Ober-Roden: Adventsgefühl rund um Kirche

Rund um die Nazarius-Kirche und im Kirchgarten gab’s echtes Adventsgefühl. So wünscht man sich einen Adventsmarkt, auch wenn ein paar mehr attraktive Angebote nett gewesen wären – doch der Bedarf scheint bei Speis und Trank zu liegen. Die Öffnung des Kirchgartens macht Hoffnung auf eine bessere Anbindung der verschiedenen kleinen Ecken und Plätze in den kommenden Jahren.

Das kleine Karussell an der Kirchenmauer erfreute die jüngsten Marktbesucher.

Und wer etwas fürs Auge oder kleine originelle Handarbeiten für den Gabentisch suchte, der war im „Dinjerhof“ richtig, der wieder für die kunsthandwerkliche Note sorgte. Dank vieler neugieriger Besucher vergaßen die Anbieter sogar ihre hier üblichen kalten Füße und mühevollen Vorbereitungen. Egal ob handgemachte Seifen, aufwendig gestaltete Weihnachtskarten oder Baumbehang: Verkauft wurde alles, was zur vorweihnachtlichen Zeit oder zur erwarteten Kälte passt, bis hin zu Handschuhen mit und ohne Finger oder zu Patchwork-Weihnachtskugeln. Natürlich gehörten dazu auch die kraftvoll im Grün stehenden Christbäume dazu, die bei Tüncher auf ein neues Heim warten und auf Wunsch ausgeliefert werden. Es passte einfach alles. Auch das nicht zu kalte Adventsmarkt-Wetter machte den Standbetreibern gute Laune.

Unterm Sternenhimmel der Bühne spielte das Jugendorchester des Musikvereins 03 zur Eröffnung des Ober-Röder Adventsmarktes vorweihnachtliche Lieder.

Schöne Aussichten: Ober-Roden hat sich zurückgemausert zu einem wirklich ansprechenden kleinen Markt abseits der Durchfahrtsstraße. Nicht nur viele kirchliche Gruppen von der Kita über die Ministranten bis zur Kolpingsfamilie schaffen es, diesen Markt wieder lebendig zu machen. Auch andere Vereine und Kitas wie die „Waldmeister“ trugen ihren Teil dazu bei. Und letztlich könnten auch die bislang noch skeptischen Ladeninhaber entlang der Frankfurter und Dieburger Straße von dieser Lebendigkeit profitieren.

chz

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