"Stille Nacht" als Konzertabschluss

Hochkarätiges „KlangLicht“ erstrahlt in adventlich geschmückter Kirche

Alle Interpreten des Abends versammelten sich vor dem Publikum. Gemeinsam mit den Gästen sang es das französische Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“. Der Text hierzu war im Programmheft abgedruckt. Die Melodie ist auch vielen bekannt: Gloria in excelsis Deo. Foto: Panknin
+
Alle Interpreten des Abends versammelten sich vor dem Publikum. Gemeinsam mit den Gästen sang es das französische Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“. Der Text hierzu war im Programmheft abgedruckt. Die Melodie ist auch vielen bekannt: Gloria in excelsis Deo.

Musik im Advent wurde am Samstagabend in der evangelischen Kirche in Langstadt intoniert.

Langstadt – Der Titel „KlangLicht“, die Namen der Künstler sowie der Zweck der Veranstaltung – der gesamte Erlös kommt dem Elisabethen-Hospiz in Darmstadt zu Gute – lockten viele Besucher in das vorweihnachtlich beleuchtete Gotteshaus im Zentrum von Langstadt.

Nach Begrüßung durch Günter Schmiedecke ertönte in die Stille des Raumes die von Heinrich Bechstein aus Groß-Umstadt errichtete Orgel mit ihrem warmen Klang. Peter Vogt eröffnete das adventliche Musizieren mit zwei wunderbaren Kompositionen aus der Barockzeit von Vincent Lübeck (1654-1740) und John Travers (1703-1758). Danach spielte der Organist gemeinsam mit seinem erst zwölf Jahre alten Sohn Pius zwei weitere Stücke aus der Barockzeit. Während der Vater an der Orgel verblieb, entlockte der Spross seiner B-Trompete herrliche Klänge aus der Sonate in B von Jean-Baptiste Loeillet (1688-1720) und ließ auch Georg Friedrich Händel erstrahlen, in dem er dessen Sarabande aus der Suite Nr. 16 und das Finale aus „Si spietata“ aufspielte.

Nach einem Wechsel der Organisten, Friedrich Haller übernahm nun Manuale und Register an der Orgel, ließ Nicole Schmiedecke mit dem „Ave Maria“ von J. S. Bach ihre Sopranstimme erklingen. Waren bis dahin alle Darbietungen von der Orgel-Empore zu vernehmen, richteten sich nun die Blicke nach vorne, denn das zehnköpfige Chor-Ensemble „Contrapunkt“ aus Seligenstadt hatte Aufstellung vor dem Altar genommen. Jeweils fünf Damen und Herren ließen die Aufforderung von Bach vernehmen, die da heißt „Jesus bleibe meine Freude“. Nochmals von der Empore war Nicole Schmiedecke als Sopranistin zu vernehmen, begleitet von Friedrich Haller an der Orgel. Sie wird bereits seit Längerem von ihm am Klavier begleitet, am Samstag erstmalig an der Orgel. Wie gut Haller mit diesem Instrument umgehen kann, bewies er mit seiner Interpretation der Fuge in Es-Dur von Bach. Alle Beiträge wurden mit Applaus belohnt, der nochmals verstärkt erklang, bevor Günter Schmiedecke die Zuhörer in eine kurze Pause entließ.

Das Mikrofon war auf Höhe der Gitarre eingestellt, daher musste sich Julia Lange stets hinunterbeugen, wenn es mit froher Stimme etwas zu erläutern. © Panknin

Nach der Unterbrechung nahm Julia Lange das konzertante Geschehen wieder auf. Ihre Arrangements für akustische Gitarre, bei denen sie moderne, perkussive Elemente des Fingerstyles mit klassischen Elementen vereint, hat ihr bereits internationale Auftritte und Anerkennung verschafft. Die junge Künstlerin studiert seit 2017 an der „Musikhochschule Carl Maria von Weber“ in Dresden Akustische Gitarre, was sie noch weiter voranbringen soll. „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Tochter Zion“, vorgetragen vom Chor-Ensemble Contrapunkt, verlieh der Veranstaltung weiteren Glanz. Humperdincks „Weihnachten“, gesungen von Nicole Schmiedecke, und sein „Abendsegen“, bei dem sie die fünf Damen des Chor-Ensembles ergänzte, waren weitere Höhepunkte des Konzertabends. Zum Abschluss erklang „Stille Nacht. Zunächst die Urfassung, auf der Gitarre intoniert von Julia Lange, dann übernommen von Nicole Schmiedecke als Solistin, gefolgt vom Chorensemble.

VON PETER PANKNIN

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare