Start in die Glühweinzeit

Sprendlinger Adventsmarkt: Aktives Dreieich freut sich über Besucherandrang

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Gewinnen und eine gute Sache unterstützen: Am Stand der Theresien Kinder- und Jugendhilfe verkauften Pädagogen und Jugendliche im weihnachtlichen Outfit Lose. Der Erlös finanziert eine Freizeit der Jugendeinrichtung.

Budenzauber, Lichterglanz und Glühweinduft – der Adventsmarkt auf dem Sprendlinger Lindenplatz ist der Auftakt des Dreieicher Weihnachtsmarktreigens.

Dreieich - An 19 geschmückten Buden flanieren die Besucher über den Platz vor der Erasmus-Alberus-Kirche und bringen sich in vorweihnachtliche Stimmung. „Bislang war mir noch gar nicht nach Advent zumute, aber hier in der Kälte mit den Freunden den ersten Glühwein der Weihnachtssaison zu trinken und sich schon mal nach kleinen Geschenken umzuschauen, hat das schnell geändert“, freut sich Katja Hamann.

Neben Glühwein und Wildbratwurst können die Sprendlinger erstmals Heubraten aus dem Smoker der Familie Schäfer genießen. In den vergangenen Jahren hat Thorsten Schäfer das Fleisch, das sieben Stunden im Heumantel gart und so besonders zart und aromatisch wird, im eigenen Hof verkauft. „Jetzt sind wir mit einem Stand auf dem Adventsmarkt dabei – das ist für uns organisatorisch einfacher und kompakter“, erläutert Schäfer. Die Besucher sind begeistert – und die Warteschlange vor dem liebevoll mit Tannenzweigen und Lichterketten geschmückten Zelt ist lang.

Dreieich-Sprendlingen: Leckere Plätzchen auf Adventsmarkt

Genauso weihnachtlich geht es in der Bude von Daniela und Leonie Heberlein zu. Gemeinsam mit Großmutter Elke Eissen haben die drei Fastnachts-Liebhaber Standdienst beim TSC Bimmbär übernommen: „Wir sind drei Generationen Elferrat und wollen gern helfen, den Verein am Dreieicher Leben zu beteiligen“, erklärt Daniela Heberlein. Bei den närrischen Weihnachts-Elfen gibt es selbst gebackene Plätzchen, heiße Waffeln und warmen Orangensaft.

Die Modelleisenbahnen, die im Gemeindehaus auf 140 Metern Schiene herumsausten, faszinierten insbesondere die kleinen Besucher.

Den Wunsch nach kleinen Geschenken kann Bettina Fritz erfüllen. Seit neun Jahren kommt sie mit ihrer Naturkosmetik auf den Adventsmarkt: Produkte wie die Bodybutter „Wilde Hilde“ mit Lemongras, „Badeschokolade“ oder Seifen ohne Konservierungsstoffe seien ein gutes Geschenk für Menschen mit empfindlicher Haut, die umweltbewusst sind. „Der Trend geht klar weg vom Duschgel, wieder hin zur Seife, weil wir damit Plastikmüll vermeiden. Außerdem haben Seifen weniger Tenside und trocknen die Haut nicht aus“, erklärt die Unternehmerin, die die Kosmetikherstellung vor mehr als zehn Jahren für den Eigenbedarf begonnen hat.

Sprendlinger Adventsmarkt: Gutes tun und Spaß haben in Dreieich

Von Anfang an auf dem Lindenplatz dabei ist das Offenbacher Theresien Kinder- und Jugendhilfezentrum. Pädagogen und Jugendliche verkaufen im Weihnachtsoutfit Lose für die Tombola. Hier können die Adventsmarktbesucher eine Drohne, Gutscheine oder eine Küchenmaschine gewinnen – und Gutes tun: Mit dem Erlös wird die Sommerfreizeit der Einrichtung finanziert. Geplant ist eine Woche an der Ostsee – die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhilfezentrums betonen, dass sie von den Dreieichern viel Unterstützung erfahren. So drängen sich viele Besucher an dem Stand, um Lose zu kaufen.

Auch sonst ist ein Besuch des Sprendlinger Adventsmarkts bei Familien beliebt.

Überhaupt ist der erste Adventsmarkt des Jahres gut besucht. Maximilian Siegl vom veranstaltenden Gewerbeverein Aktives Dreieich ist zufrieden mit dem Samstagabend. „Wir haben ein paar Stände weniger als im vergangenen Jahr, aber wir sind froh, dass uns die Vereine unterstützen“, sagt Siegl, der mit selbst gemachtem Glühwein ein gefragter Mann ist. Leider habe das Kinderkarussell, das im vergangenen Jahr Premiere auf dem Lindenplatz feierte, kurzfristig abgesagt. „Aber dafür haben wir eine Eisenbahnausstellung im Gemeindehaus von Erasmus Alberus“, sagt Siegl. Viele staunende Kinder beobachten dort auf insgesamt 140 Meter Schienen mehrere Märklin-Bahnen. „Wir wollen die Menschen wieder für dieses schöne Hobby begeistern“, sagt der Sammler Andreas Noch, der die Ausstellung privat organisiert hat.

VON NICOLE JOST

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