Mit Klangfusionen und Gesprächen

Traditionelles Neujahrskonzert mit Empfang der Stadt verbunden

Dieser Termin hat Tradition. Seit Jahrzehnten steht zu Beginn des Jahres – fast immer – das Neujahrskonzert im Bürgerhaus auf dem Programm. (Symbolbild)
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Dieser Termin hat Tradition. Seit Jahrzehnten steht zu Beginn des Jahres – fast immer – das Neujahrskonzert im Bürgerhaus auf dem Programm. (Symbolbild)

Dieser Termin hat Tradition. Seit Jahrzehnten steht zu Beginn des Jahres – fast immer – das Neujahrskonzert im Bürgerhaus auf dem Programm. Doch die Zeiten haben sich geändert. Früher wurde es von den Vereinen, vor allem von den Sprendlingern, gestemmt.

Dreieich –  Doch das Verschwinden des Traditionschores MGV Eintracht und allgemeine Veränderungen in der Vereinslandschaft haben dazu geführt, dass vor einigen Jahren die Stadt und die Bürgerhäuser die Organisation übernommen haben. Nach einer Pause in diesem Jahr, als der Termin mit der Verabschiedung des alten und der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters zu nahe beieinander lagen, wird es am Sonntag, 19. Januar, um 16 Uhr eine Neuauflage geben. Damit verbunden ist eine Premiere. Erstmals wird das Konzert im Bürgerhaus mit einem Neujahrsempfang der Stadt verbunden.

„Einen solchen Empfang haben wir bislang nur einmal gehabt“, berichtet Bürgermeister Martin Burlon. Und das war zum Auftakt des Jubiläumsjahres 2017 zum 40. Geburtstag der Stadt Dreieich. Nun soll dieser regelmäßig zum Jahresauftakt über die Bühne gehen, verbunden mit einem exquisiten Musikprogramm, einmal mehr organisiert von Martin Winkler, Leiter der Musikschule.

Dieser kann sich noch an die früheren Neujahrskonzerte erinnern, als die einzelnen Chöre und Musikgruppen nacheinander auftraten. Das habe manchmal zu einer Dauer von vier Stunden geführt. Winkler regte dann vor einigen Jahren an, dass alle Teilnehmer gemeinsam auf der Bühne stehen, was die Konzerte auf zwei Stunden reduzierte.

Für die Neuauflage verspricht er nun ein kompaktes, dichtes Programm von etwa 75 Minuten. Dabei soll der Tradition Rechnung getragen werden, aber auch Platz für Neuerungen vorhanden sein. „Der Fokus liegt da vor allem auf Musikern aus Dreieich, die im zu Ende gehenden Jahr eine Rolle gespielt haben.“ So wird der Musikverein Offenthal, der seinen 100. Geburtstag groß gefeiert hat, gemeinsam mit dem Blasorchester Dreieich auftreten. Winkler spricht von einer einzigartigen Klangfusion mit einem breiten Spektrum von traditioneller Blasmusik bis hin zu modernen Stücken.

Erstmals dabei ist auch das Duo Romie mit seinen vom Folk geprägten Songs. Jule Heidmann und Paula Stenger haben in diesem Jahr ihre erste CD herausgebracht, aufgenommen in Irland. Winkler freut sich, auch den renommierten RHS-Chor unter der Leitung von Christoph Siebert für den Nachmittag gewonnen zu haben. Dieses Ensemble setze Maßstäbe und hätte Auftritte auf größeren Bühnen verdient, lobt Winkler. Der Chor wird zusammen mit d’aChor von der Musikschule für eine weitere Klangfusion sorgen.

Eine echte Entdeckung ist für den Musikschulleiter Silvie Schnock, die das Konzert mit ihren Chansons bereichern wird. Auch der Nachwuchs wird nicht vergessen. Zu den „Rising Stars“ zählt ein junger Tenor aus der Intea-Klasse der Max-Eyth-Schule. Winkler ist sich sicher, dass dieser mit seiner großartigen Stimme das Publikum im Bürgerhaus begeistern wird. Abgerundet wird das abwechslungsreiche Programm noch von „284 Klavier“. An zwei Klavieren spielen vier Musiker mit acht Händen unter Leitung von Klaus Cutik, Dozent an der Musikschule. Wichtig ist dem Organisator auch der internationale Aspekt des Neujahrskonzerts:. „Wir haben Interpreten unter anderem aus Marokko, Korea, China und Litauen mit dabei.“

An den musikalischen Part schließt sich der Empfang im Foyer an. Dort sind alle Gäste zu einem Umtrunk eingeladen. Der Bürgermeister will in einem Rückblick das dann vergangene Jahr Revue passieren lassen und einen Ausblick auf die Herausforderungen für 2020 geben. Burlon will seine Ansprache aber kurz halten. Wichtig ist ihm die Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch mit den Dreieichern. Und auf den Austausch freut er sich schon jetzt.

Der Eintritt (inklusive Empfang) beträgt zehn Euro. Besucher bis 18 Jahre zahlen nichts. Karten gibt es im Vorverkauf im Ticket Service des Bürgerhauses, Fichtestraße 50, 06103 60000. Die Kombination aus Konzert und Empfang soll zu einer festen Einrichtung werden. Winkler denkt daran, jedes Jahr mit anderen Künstlern aufzuwarten, um das vielseitige musikalische Spektrum in der Stadt unter Beweis zu stellen.

VON HOLGER KLEMM

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