Vorbereitungen für besonderes Krippenspiel

Science-Fiction in der Kirche

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Probe fürs Krippenspiel in Sankt Albertus Magnus

Langen - Es sind noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest. Die Vorbereitungen für die Krippenspiele am Heiligen Abend in den Langener Kirchen laufen bereits auf Hochtouren. Von Moritz Kegler 

Kinder der Kirche Sankt Albertus Magnus haben sich unter Leitung von Gemeindereferentin Melissa Krost und FSJlerin Miriam Steyer etwas Besonderes ausgedacht: die Weihnachtsgeschichte als Science-Fiction.

Wer an Heiligabend den Gottesdienst in der katholischen Kirche Sankt Albertus Magnus besucht, wird ein außergewöhnliches Schauspiel erleben: Im Mittelpunkt des Krippenspiels steht ein Außerirdischer. Dieser landet auf der Erde und möchte wissen, was Weihnachten, die „berühmteste Geschichte der Welt“, ist. Aus diesem Grund erklären die Kinder ihm die Weihnachtsgeschichte, wie sie in der Bibel steht. Josef, ein Zimmermann, muss mit seiner schwangeren Frau Maria von Nazareth nach Bethlehem ziehen, um sich in Steuerlisten eintragen zu lassen. Dort angekommen, sind alle Wirtshäuser besetzt und sie müssen in einem Stall unterkommen. Wenig später erscheinen den Hirten auf den umliegenden Feldern Engel, die die Geburt Jesu verkünden. Der Außerirdische ist sehr beeindruckt von dem Gehörten und stellt den Hirten beispielsweise die Frage, wie die Erzählung ihr Leben verändert hat, ehe er mit vielen Geschichten im Gepäck auf seinen Planeten zurückkehrt.

FSJlerin Miriam Steyer übt mit den Kindern die Texte ein. Die Kostümproben folgen am kommenden Wochenende.

„Wir haben Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren dabei“, berichtet Gemeindereferentin Melissa Krost, die zusammen mit Miriam Steyer (Freiwilliges soziales Jahr in der Gemeinde) das Krippenspiel ausgewählt hat. „Wir haben eine Geschichte gesucht, die anders ist als die gewöhnliche Weihnachtserzählung – etwas, das die Leute hier noch nicht kennen“, erklärt Steyer. „Da kam mir diese Version in den Sinn, die habe ich bereits vor zwei Jahren in der Gemeinde in Dietzenbach kennengelernt“, fügt Krost hinzu.

Da in diesem Jahr mehr als 30 Kinder alleine am Krippenspiel in Sankt Albertus Magnus mitwirken, gibt es dementsprechend viele Rollen, die vergeben werden müssen. Aus diesem Grund gibt es in dem Theater um den Außerirdischen Sprechrollen wie Maria, Josef oder die Hirten, aber auch Schäfchen oder Engel, die nichts sagen.

Die kleine Marla ist zum ersten Mal dabei: „Ich spiele einen Engel, der den Hirten die Botschaft von der Geburt Jesu überbringt.“ Ihre Cousine Selina ist hingegen ein alter Hase beim Krippenspiel in der Kirche. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon mitgespielt habe. Angefangen habe ich auch als kleiner Engel und in der Zwischenzeit die Erzählerin oder Maria gespielt. Dieses Mal bin ich ebenfalls die Erzählerin“, erzählt die Zwölfjährige und damit Älteste im Bunde.

Familiäre Atmosphäre beim Langener Weihnachtsmarkt

Melissa Krost freut sich besonders, dass viele Familien über lange Zeit dabei sind: „Dass jedes Jahr neue Geschwisterkinder dazu kommen, ist einfach wunderbar.“

Der spezielle Gast, da sind sich die Organisatorinnen sicher, bringt neuen Schwung in die Weihnachtserzählung, spricht aber auch aktuelle Themen an wie die Zuwanderung nach Europa und stellt die Frage, ob Maria und Josef nicht auch Flüchtlinge waren.

Wer die Geschichte des Außerirdischen, der Weihnachten kennenlernen will, sehen möchte, kommt an Heiligabend um 15 Uhr zur Kinderkrippenfeier der Kirche Sankt Albertus Magnus. Ein weiteres Krippenspiel der katholischen Gemeinde Sankt Jakobus ist um 15.30 Uhr in der Kirche Heiliger Thomas von Aquin in Oberlinden. In der Gemeinde Sankt Josef in Egelsbach findet es um 15 Uhr statt.

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