Längst ein Anziehungspunkt

Kempinski-Weihnachtsmarkt lockt mit Kunsthandwerk und Delikatessen

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Auch der Nikolaus war für die gute Sache aktiv. Das Foto zeigt ihn beim Loseverkauf für die Tombola zusammen mit dem Vorsitzenden der Kinderhilfestiftung Michael Henning und Hotelchefin Karina Ansos. 

Der Glühwein köchelt in einem riesigen Kupferkessel über dem Lagerfeuer und der Duft der Gewürze zieht durch den Schoppenhof. Der Innenhof des Hotels Kempinski Gravenbruch hat sich in einen lauschigen Weihnachtsmarkt verwandelt.

Neu-Isenburg – Unter freiem Himmel und im großen Ballsaal sind 44 Stände aufgebaut und bereits um die Mittagszeit gibt es kaum ein Durchkommen.

Besucher aus der Region bummeln zwischen den Buden mit Kunsthandwerk, Schmuck, Dekoration und feinstem Essen. „Ich glaube viele Menschen kommen ganz gezielt, weil sie die Kulinarik des Hotels erleben möchten“, erklärt Dieter Melcher aus Heusenstamm. „Die Hürde, in ein Fünf-Sterne-Hotel zum Mittagessen zu gehen, ist ja manchmal hoch, jetzt können wir uns einfach durch die Köstlichkeiten probieren“, sagt der Besucher schmunzelnd.

Hoteldirektorin Karina Ansos ist sehr zufrieden mit dem Trubel: „Wir haben natürlich riesiges Glück mit dem Wetter, ich hatte erst etwas Bedenken, nachdem es heute Morgen so schlimm regnete. Aber jetzt ist alles prima und nach fünf Jahren hat es sich herum gesprochen, wie schön dieser Nachmittag bei uns ist“, sagt die Hotelchefin zufrieden.

An den Buden ist so mancher Schatz zu entdecken, bei Pierro Caruso gibt es hochwertige Olivenöle und handgemachtes Mandelgebäck – der Unternehmer ist auch Zulieferer des Hotels. „Unser Olivenöl ist auch ein schönes Geschenk“, wirbt er. Noch etwas ausgefallener geht es bei Michelle Kramer zu: Die Kunsthandwerkerin macht Tischleuchten aus großen Straußeneiern. Handbemalt oder mit einem weihnachtlichen Motiv versehen, sind die Lampen ein echter Hingucker. Kramer feiert Premiere auf dem Markt: „Ich bin begeistert. Es läuft gut, das Ambiente, mit all diesen Lichtern und der Livemusik, ist grandios. Zudem sind die Besucher sehr freundlich und aufgeschlossen“, zieht sie eine positive Bilanz.

Glühwein und Handwerkskunst: Michelle Kramer (rechts) ist mit ihren Straußenei-Lampen zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt in Gravenbruch und sehr zufrieden.

Besucher und Aussteller genießen also den Nachmittag, der große Gewinner ist aber die Kinderhilfestiftung Frankfurt. Ein Teil der Einnahmen des Marktes, die Erlöse aus der Tombola und dem Verkauf der Weihnachtskugeln kommen ihr zugute. Die Lose verkaufen sich schnell, alle wollen eine Nacht im Kempinski oder im Adlon in Berlin gewinnen. Dr. Michael Henning, Vorsitzender der Kinderhilfestiftung, ist glücklich über so viel Engagement: „Das Geld ist bei uns gut angelegt. Gerade wollen wir einen jungen Sportler der Black Knights aus Dreieich unterstützen. Die Rollstuhlhockeyspieler sind sehr erfolgreich und er braucht einen Sportrollstuhl. Die sind mit rund 15 000 Euro sehr teuer“, erklärt Henning. Im vergangenen Jahr sind auf dem Markt an die 4 000 Euro zusammengekommen. Vielleicht ist es in diesem Jahr bei dem großen Andrang im Schoppenhof sogar ein bisschen mehr, hoffen alle Beteiligten.

VON NICOLE JOST

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