Großes Konzert zum Ende

Weihnachtsmarkt an der Waldkirche mit Getrommel

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Chöre und Orchester bestimmten das Programm in der Waldkirche während des Weihnachtsmarkts.

Obertshausen - Der Weihnachtsmarkt an und in der Walkirche ist ein stimmungsvolles Kulturfest im Advent inmitten eines farbenprächtigen Budenzaubers. Fast alle Chöre und Instrumentalgruppen der Stadt treten im Gotteshaus der evangelischen Kirchengemeinde auf. Von Michael Prochnow 

Mit Bongos, Cajones und Tamburin wird der Markt eingeläutet. Die Kinder um Oguz Dogan eröffnen das Fest traditionell trommelnd. Danach erhalten Organisatoren und Politiker das Wort. Luis Galvez, Vorsitzender des gastgebenden Vereinsrings, dankte den vielen Vereinen und Musikgruppen, die Stände betrieben oder in der Kirche auftraten. Besonderes Lob galt Liz Krause, die mit ihrem Team das Programm koordiniert hatte.

Farbenprächtig hatten die Organisatoren vom Vereinsring das vorweihnachtliche Treffen an der Waldkirche gestaltet.

Eine große Zahl Helfer begleitete die Sänger und Musiker, moderierte, steuerte Licht- und Tontechnik. Andere luden Kinder zum Basteln ins Gemeindezentrum ein. Im Living Room, dem neuen Foyer, das einen reizvollen Ausblick auf den Trubel draußen ermöglichte, waren Gemeindemitglieder in der Küche und an der Kuchentheke beschäftigt. Sie boten gelbe Kerzen feil, die Kinder selbst gezogen haben, verkauften Karten, Tischdecken und Puppensocken, gefertigt von Frauen auf Haiti, und fein verpacktes Gebäck.

Erst durch das Engagement der Gemeinde war das vorweihnachtliche Treffen zu einem einzigartigen Adventsfest geworden, das auch Stille zuließ, Aufwärmen ohne Geschubse und einen Blick aufs Wesentliche. Gemeindesprecher Thomas Meyer-Haugwitz erinnerte daran, was an Weihnachten zählt: „Es geht um die Ankunft Jesu Christi.“

Stadtverordnetenvorsteherin Julia Koerlin rief auf, das spezielle Ambiente zu genießen, „es gibt nur wenige Weihnachtsmärkte dieser Art“. Bürgermeister Roger Winter hob die Arbeit des Vereinsrings und seiner Mitglieder hervor, ohne den es wohl keinen so geschmackvoll gestalteten Markt gäbe. Der Standort im Wald habe sich „toll etabliert“, freute sich der Bundestagsabgeordnete Björn Simon, Ismail Tipi aus dem Landtag zollte den Obertshausenern „Respekt und Hochachtung“ und plädierte dafür, die Märkte nicht umzubenennen, sondern die christlichen Wurzeln weiter im Namen zu tragen.

Das hielten auch die Sänger so, Männerchor und der „Canto Felice“ der Frauen in der Sängervereinigung Hausen stimmten festliche Werke an. Mit anspruchsvollen und modernen Kompositionen begeisterte der Chor ’84 der Sängerlust Hausen. Das Jugendorchester der Turngesellschaft Hausen interpretierte internationale Hits zur Jahreszeit, Christian Sporn dirigierte im roten Mantel.

Bilder: Weihnachtsmarkt mit Kulturprogramm in Obertshausen

Am Sonntag startete der Katholische Kirchenchor den Reigen in der evangelischen Kirche, die Sängervereinigung entsandte ihren Gospelchor „Blue Notes“, die Sängerlust den Jugendchor 2000. Phantasie- und kunstvoll klangen ihre Bearbeitungen bekannter Melodien, ebenso wirkten viele Dekorationsartikel und Geschenkideen von Sternen bis Wichtel in den Buden draußen.

In einem prächtig geschmückten Ensemble bot der Veranstaltungsverein Just4Fun ungarisches Langos-Gebäck an, Matjesfilet, Bismarckhering, Käsekrainer und Wildschweinbeißer. Der FC Croatia hatte seinen Platz am Kirchturm verlassen müssen, doch auch an neuer Stelle am Pfarrhaus waren die Zelte Treffpunkt für Hungrige. Kaum ein Dutzend Vereine war dabei, diese aber gestalteten ihre Behausungen liebevoll, schufen ein „grünes Wohnzimmer“ und Treffpunkte um dampfende Öfen in Bistro-Tischen. Die Musikschule übernahm den Ausklang mit einem Konzert aller Fachbereiche.

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