Offenthaler Weihnachtsmarkt

Ganz entspannt in Richtung Fest

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Die Nachbarschaftsclique im Elfenkostüm aus der Offenthaler Altstadt verwöhnt die Gäste des Weihnachtsmarkts mit leckeren Würstchen, Champignonpfanne und Glühwein.

Offenthal - Der letzte Weihnachtsmarkt der Saison ist traditionell in Offenthal. Die Buden rund um den Kirchgarten sind am vierten Adventswochenende gut besucht und die Stimmung ist festlich-entspannt. Weihnachten kann kommen! Von Nicole Jost 

Der Offenthaler Weihnachtsmarkt ist der letzte große Treffpunkt vor den Feiertagen im Stadtteil. Rund um die Kirche wird es inmitten des Budenzaubers reichlich eng.

Der Weihnachtsmann macht eine kleine Pause bei einem leckeren Glühwein. Aber der Mann in Rot mit dem Rauschebart war bereits ganz fleißig und hat an die Kinder Dutzende von Schokoladen-Lollis verteilt. Die Bläser des Offenthaler Musikvereins lassen Weihnachtslieder erklingen und Bürgermeister Dieter Zimmer eröffnet den heimischsten und zugleich auch den letzten Weihnachtsmarkt seiner Karriere. Wenn die Sterne in den Offenthaler Altstadtgassen leuchten, die Kirche angestrahlt ist und durch den Kirchgarten der Glühweinduft zieht – spätestens dann ist Weihnachten da. Der Weihnachtsmarkt in dem Offenthaler Altstadtkern ist vielleicht kleiner und die Gäste kommen auch nicht aus der ganzen Region, wie beispielsweise in Dreieichenhain. Aber am vierten Advent geht es in den schmalen Gassen ganz familiär und gemütlich zwischen den 27 Ständen zu. Die meisten Marktbesucher haben schon Urlaub, die Geschenke sind eingekauft und der Baum ist im Wohnzimmer schon aufgestellt. Dann ist die nötige Zeit und Ruhe da, an die Kirche zu kommen und mit vielen Freunden und Nachbarn einen Glühwein zu trinken. „Das bestätigen mir die gewerblichen Aussteller jedes Jahr. Unsere Vereine haben ja den Vergleich nicht, aber der Mann mit den Olivenholzartikeln oder die Damen mit dem Schmuck oder den Obstspießen, die auf vielen Märkten in der Region unterwegs sind, sagen unisono, dass die Menschen hier besonders nett und entspannt sind“, freut sich Arno Holz, Vorsitzender des Kulturvereins, der den Weihnachtsmarkt seit 16 Jahren organisiert.

Die Kicker des FCO brutzeln Hamburger im Akkord, die Feuerwehr kommt kaum nach, den Glühwein zu erhitzen, und der Obst- und Gartenbauverein verkauft die süßen Baumstriezel in rauen Mengen. Lange Schlangen gibt es auch beim Kulturverein für den heißen, roten Sekt und die Arbeitsgemeinschaft Offenthaler Vereine schenkt den begehrten schwedischen Glögg aus.

Viele Stände bedeuten ein schönes Wiedersehen in dem dichten Gedränge, aber Arno Holz gibt auch neuen Standbetreibern immer wieder eine Chance. So sind die Karnevalspiraten zum ersten Mal mit einem Stand am Offenthaler Weihnachtsmarkt vertreten. „Wir waren viele Jahre lang als Gäste hier und es gefällt uns einfach so gut, dass wir gefragt haben, ob wir einen Stand aufbauen dürfen“, erzählt Wolfgang Michel, der Weihnachtsmann, der unter dem roten Kostüm steckt. Der Spießbraten der Dietzenbacher Narren kommt gut an, auch Amaretto mit Sahne und Williams-Christ-Schnäpse schenken die Weihnachtselfen aus der Nachbarstadt in der schönen Holzbude aus.

Weihnachtsmarkt in Dreieich-Offenthal: Bilder

Ein paar Meter weiter hat der Freundeskreis zum Erhalt der evangelischen Kirche seinen Stand aufgebaut. Die Kirche selbst ist ja nach der Innensanierung noch nicht eröffnet, die Bauarbeiten dauern noch an. An den Stellwänden können die Weihnachtsmarktbesucher die Fotos von der Dachsanierung und der Innensanierung anschauen und die Vereinsmitglieder werben um Spenden. „Die Leute sind in diesen Tagen sehr bereit, uns zu unterstützen. Wir haben in Offenthal nicht so sehr viele, spektakuläre Bauten. Da erfährt unsere Kirche schon eine besondere Wertschätzung“, freut sich Volker Grote über die großzügigen Besucher. Schließlich ist ja Weihnachten.

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