Mal spontan und manchmal lange geplant

Beim Geschenkekauf gibt es ganz verschiedene Gewohnheiten

Problemfall Weihnachtsgeschenk: Da liegt man schnell daneben. Darum gehen viele auf Nummer sicher und legen Geld oder Gutscheine unter den Baum. (Symbolbild)
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Problemfall Weihnachtsgeschenk: Da liegt man schnell daneben. Darum gehen viele auf Nummer sicher und legen Geld oder Gutscheine unter den Baum. (Symbolbild)

Problemfall Weihnachtsgeschenk: Da liegt man schnell daneben. Darum gehen viele auf Nummer sicher und legen Geld oder Gutscheine unter den Baum. Nummer sicher und legen Geld oder Gutscheine unter den Baum. Im Schnitt werden die Deutschen 281 Euro für Geschenke ausgeben.

Rodgau –  Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) hervor.

Demnach stehen Lebensmittelspezialitäten und Süßes ganz vorn in der Hitliste der Geschenke – gefolgt von Büchern und E-Books. 56 Prozent aller Verbraucher in Deutschland möchten aber Geld und Gutscheine schenken – aus Angst, sich bei der Geschenkauswahl zu vertun. „Geldgeschenke erfreuen sich so großer Beliebtheit, weil gerade ältere Menschen immer größere Schwierigkeiten haben, passende Geschenke für die jüngere Generation zu finden“, erläutert EY-Handelsexperte Thomas Harms den Trend.

Die richtige Wahl ist also gar nicht so einfach. Manche planen lange bis zum Kauf, andere folgen spontanen Eingebungen. Wie halten es Rodgauer mit dem Schenken? „Welcher Geschenke-Typ sind Sie?“ wollten wir wissen.

Judith Quadflieg („Latte Macchiato Kaffee, Tee & Feinkost“) reiht sich in die Liga der Kurzentschlossenen ein. „Trotzdem ist es nicht so, dass ich mir keine Gedanken machen würde. Das Geschenk muss schon passen“, erzählt die Kaffee-Expertin. „Es kann bei mir aber auch passieren, dass ich tatsächlich erst kurz vor Weihnachten fündig werde.“ Judith Quadflieg weiß sich da in guter Gesellschaft mit manchen ihrer Kunden. „Ich erlebe es ja auch im Geschäft häufig, dass auch noch am 24. eingekauft wird.“

„Mehr so die Spontane“ ist nach eigenem Bekunden die Chefin der Boutique „VIP – Fashion and more“, Anja Beller. „Und ich muss natürlich den Wunschzettel der Kinder abarbeiten. Da der oft auch erst auf den letzten Drücker kommt, ist es bei uns vor Weihnachten immer turbulent. Hinzu kommt, dass mein Sohn am 22. Dezember auch noch Geburtstag hat“, plaudert die Geschäftsfrau.

Ganz Stratege ist hingegen Markus Ebel-Waldmann. Der Stadtwerke-Chef sammelt das ganze Jahr über Ideen für Geschenke, um sie dann schon lange vorm Fest abzurufen und in die Tat umzusetzen – „Ob das Musicalkarten sind oder andere Sachen.“ Schon seit Mai hat er zum Beispiel ein gemeinsames Geschenk für Frau und Sohn im Schrank. „Was ich nicht mag, ist einfach loszuziehen und einzukaufen. Das Ergebnis wäre mir zu unpersönlich. Meine Planungen für Weihnachten sind vor dem ersten Advent abgeschlossen.“

Peter Kämmerling und seine Frau haben die Geschenke untereinander abgeschafft. Doch die beiden Töchter werden mit Präsenten bedacht. „Wünsche erfüllen ist das Schönste“, findet der Fachdienstleiter Stadtplanung. Obwohl er es hasst, etwas in letzter Minute zu kaufen, hat er ab und zu nichts gegen eine späte Eingebung.  

bp/siw

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