„Swinging Christmas“ der Dreieichschule

Die Weihnachtsstimmung kräftig angeheizt

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Sänger, Tänzer, Instrumentalisten, Schauspieler: Kinder und Jugendliche aller Jahrgänge der Dreieichschule bieten bei „Swinging Christmas“ in der Stadthalle ein festliches Programm.

Langen - Es sind nicht mehr viele Türchen am Adventskalender ungeöffnet, höchste Zeit also für die große Weihnachtsshow der Dreieichschule, denn „Swinging Christmas“ ist im Jahr 2017 schon längst kein gewöhnliches Weihnachtskonzert mehr. Von Sina Beck

Der rappelvolle Saal brummt vor sich hin, wie es bei einer großen Ansammlung von Besuchern üblich ist. Immer wieder huschen Kinder und verspätete Erwachsene hinein, denn in der Stadthalle gibt es am Dienstag satte drei Stunden Musik, flankiert von Tanz und Schauspiel, auf Ohren und Augen. Mit dabei sind natürlich alle Jahrgänge des Gymnasiums, die sich mächtig ins Zeug legen, um an den Erfolg der vorangegangenen swingenden Weihnachtskonzerte anzuknüpfen.

Poppig und modern legen die jungen und älteren Gymnasiasten vor, „Will you be there?“, fragen sie gemeinschaftlich im Stile Michael Jacksons, bevor es mit aktuellen Hits wie „There’s nothing holding me back“ von Shawn Mendes oder „What about us?“ von Pink weitergeht. Nicht weihnachtlich genug? Chöre und Bläserklassen sind schon zur Stelle: Während die Sänger der Klassenstufen fünf bis sieben durch das „Winter Wonderland“ schreiten, hört die Bläserklasse Fünf die „Jingle Bells“ läuten und – wie es eben Tradition ist – natürlich den Weihnachtsmann kommen. Die Bläserklasse Sechs legt anschließend ein stimmungsvolles Weihnachtsmedley hin, bei dem weitere Klassiker („Leise rieselt der Schnee“, „We wish you a merry Christmas“, „Auld Lang Syne“) zu ihrem Recht kommen.

Bei der Vielzahl an Schülern und Instrumenten, die die Bühne im Wechsel betreten und verlassen, kommt es freilich zu den obligatorischen Umbaupausen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr übernimmt der Kurs Darstellendes Spiel erneut die Position als „Lückenfüller“ und dreht den Spieß um: In Wahrheit sind die musikalischen Intermezzi nämlich die Werbeblöcke ihrer TV-Show „Germany’s next Top-Weihnachtsmanngehilfe 2017“, der das Publikum live beiwohnen darf. Dabei werden unter den Augen der parodierten Jurymitglieder Heidi Klum und Jorge González die besten Weihnachtswichtel, Krippendesigner und Engel gesucht.

Aber wie es im Fernsehen so üblich ist, gibt es eben reichlich Werbung – in diesem Falle freilich keine Strafe. Denn der Chor der Jahrgänge acht bis zwölf und die DSL-Strings sorgen auch in dieser Ausgabe von Swinging Christmas für Begeisterung. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die hervorragenden Solisten: Laura Weber und Philipp Uhl (Violine) sowie Finja Schumann (Cello) geben sich mit Corellis „Pastorale“ ein letztes Mal als Dreieichschüler die Ehre. Auch für Violinistin Leonie Wolf aus dem Abiturjahrgang ist es ihre letzte Aufführung, die sie mit Kreislers „Tambourin Chinois“ bravourös meistert und Beifallsstürme erntet.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Während die Kandidaten der Casting-Show beim Wett-Einpacken oder der Modenschau um die Gunst des Weihnachtsmannes buhlen, wünscht die Perkussions-Gruppe Hit-It! „Feliz Navidad“, läutet die Bläserklasse Sieben überraschenderweise die „Morgenstimmung“ ein und brilliert der Chor ein letztes Mal mit „Sheperds Run“. Dass der Swing in „Swinging Christmas“ bis dahin etwas zu kurz gekommen ist, macht Gesangssolist Benedikt Jäger dann mit seiner großartigen Interpretation von „Feelin’ good“ wieder wett. Und bei dem wunderschönen Duett von Alina Karadza und Lucas Semmler („You’ve got a Friend“) wird sicherlich auch dem letzten Zuschauer ganz warm ums Herz.

Zum großen Finale, traditionell mit allen Musikern auf der Bühne, erklingt einträchtig „Do they know it’s Christmas Time?“. Spätestens nach diesem Abend weiß jeder Anwesende, dass Weihnachten vor der Tür steht. Und mit den Weihnachtshits im Ohr übersteht man die letzten Arbeits- und Schultage bis dahin sicherlich deutlich beschwingter.

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