Großer Andrang auf dem Verlagsgelände

Weihnachtsbaum-Verkauf der Offenbach-Post: Jagd nach der schönsten Tanne

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Der Weihnachtsbaum-Verkauf auf dem Verlagsgelände unserer Zeitung war wie jedes Jahr gut besucht. Nur wenige Minuten nach der offiziellen Eröffnung hat sich an der Einnetz-Station eine lange Schlange gebildet.

Offenbach - Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch Franz Korn auf das Verlagsgelände der Offenbach-Post, um Weihnachtsbäume zu verkaufen. Und wie jedes Jahr ist der Andrang groß. Von Steffen Müller 

Schon vor dem offiziellen Verkaufsbeginn gingen die ersten Besucher auf die Jagd nach den schönsten Bäumen. Werner Rößner muss nicht lange suchen. Ein kurzer Blick genügt, und schon ist der richtige Baum gefunden: etwas über einen Meter hoch, saftig grün und gut riechend. „Das ging ganz schnell“, freut sich der Obertshausener, dass er nun noch Zeit hat, gemeinsam mit seiner Gattin und der Enkelin einen Kaffee und Kakao auf dem Verlagsgelände der Offenbach-Post zu trinken. Der Ausflug an die Waldstraße hat sich also gelohnt. Dabei wäre die Familie fast gar nicht gekommen. „Meine Frau wollte dieses Jahr eigentlich keinen Baum haben“, berichtet Werner Rößner. Nach einigen Protesten konnte er sich aber durchsetzen. „Weihnachten ohne Baum geht einfach nicht.“

Für die Familie Rößner ist der Tannenbaum-Verkauf bei der Offenbach-Post eine Premiere. Sonst haben sie immer in Obertshausen gesucht, dieses Jahr wollten sie etwas Neues ausprobieren und sind positiv überrascht von der Auswahl und den „humanen Preisen“. Dafür ist Franz Korn verantwortlich, der nun schon zum 13. Mal mit einer Lkw-Ladung voller Nordmann-, Blau- und Nobilistannen sowie Rotfichten aus dem Spessart nach Offenbach kommt.

Und er kommt gerne. Das liegt nicht nur an der Rückmeldung der vielen Käufer („Die Leute sagen, dass es hier die besten Bäume gibt“), sondern auch an den Stammkunden, die Korn jedes Jahr wieder trifft. Dazu zählen Karin Labus und Christoph Rausch. Die Anforderung an den grünen Begleiter: Groß muss er sein, über zwei Meter. Mit ihrem gestrigen Fund sind sie sehr zufrieden. „Der Baum ist perfekt!“ Besonders gefällt ihnen, dass die Tanne nicht gespritzt ist. „Weihnachten mit unserem Enkel aus Wien kann kommen.“

Bilder: Tannenbaum-Verkauf der Offenbach-Post

Groß ist auch der Baum, den Fabian Kania mit seiner Tochter Emma gekauft hat. 2,20 Meter ist er hoch und bietet genug Platz für die roten und silbernen Kugeln, die ihn schmücken werden. Und was soll drunter liegen? „Ich habe mir eine Monoflosse gewünscht“, berichtet die achtjährige Emma, die hofft, dass die Tanne auch beim Rest ihrer Familie gut ankommt. Emma und ihr Vater haben den Baum nämlich alleine ausgesucht. Im Hause Kania herrscht Arbeitsteilung. Emmas zwei Jahre ältere Schwester Hanna ist zuhause geblieben, um Kuchen zu backen.

Und zur Mittagszeit können sich die Geschwister das Gebäck schmecken lassen, da Fabian Kania extra morgens auf unser Verlagsgelände gekommen ist. Dass man zeitig da sein muss, hat er in den letzten Jahren gelernt. „Wir holen seit 2011 unseren Baum hier“, berichtet der Offenbacher. Und so weiß er, dass bei der Jagd nach den schönsten Tannen Eile geboten ist. Schon in den vergangenen Jahren haben sich die dichten Baumreihen schnell gelichtet. Das ist gestern nicht anders, um 10 Uhr ist Verkaufsstart, die ersten Besucher sind aber schon eine Stunde früher da. Bereits um 10.10 Uhr bildet sich an der Einnetz-Station eine lange Schlange. Für Franz Korn ist das die Bestätigung, dass seine Bäume gut ankommen.

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