Jubiläum auf der Rosenhöhe

Weihnachtsmärkte: Anheimelnde Budendörfer in Offenbach

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Ein stimmungsvolles Ambiente bot nach Einbruch der Dunkelheit der Weihnachtsmarkt auf dem Ostendplatz in Bieber.

Offenbach - Rosenhöhe, Bieber, Bürgel, Innenstadt – es war das Wochenende, an dem gleich an mehreren Orten in der Stadt Weihnachtsmärkte die Besucher lockten. Von Harald H. Richter

Direkt durchs Himmelstor führt der Weg ins liebevoll ausgeschmückte Budendorf, vorbei an der lebendigen Krippe, wo die jüngsten Besucher gern länger verweilen möchten, um einen Blick auf die Tiere zu erhaschen, die sich dem Gatter nähern oder im Stroh vor dem Stall liegen. Auf dem Weihnachtsmarkt an der Vereinsgaststätte der SG Rosenhöhe gibt es für Jung und Alt einiges zu erleben. Zum 20. Mal haben die Abteilungen im Vorfeld des ersten Adventwochenendes respektable Anstrengungen unternommen, um den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.

„Schau mal, da sind ja Ponys!“ ruft die kleine Lena begeistert und lotst ihre Mutter vorbei an der anheimelnd dekorierten Bühne. Die Fünfjährige hat nur einen Blick für die Kleinpferde, mit denen auf einem Rundkurs durch den nahen Wald geritten werden kann. Doch allzu lange darf der Ausflug nicht dauern, schließlich kündigt SGR-Vorsitzender Thomas Daniel bereits die baldige Ankunft des Weihnachtsmanns an. Zunächst jedoch ist Stadtrat Felix Schwenke gefordert, zum einen als diesjähriger Schirmherr, zum anderen in seiner Eigenschaft als Ordnungsdezernent. „Noch ist die Veranstaltung illegal“, ruft er verschmitzt dem Publikum zu, lässt aber rasch die erleichternden Worte folgen: „Hiermit ist der 20. Weihnachtsmarkt auf der Rosenhöhe offiziell eröffnet.“

Die Vereinsurgesteine Rudi Opitz und Manfred Wirsing erinnern sich der Anfänge dieses vorweihnachtlichen Ereignisses. „Zum 100-jährigen Bestehen der Sportgemeinschaft war ein Sommerfest geplant, das aber ließ sich in 1995 nicht bewerkstelligen. So wurde im Jahr darauf die Idee eines Weihnachtsmarkts geboren“, schildert er. Inzwischen hat sich die Veranstaltung längst zu einer über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Veranstaltung gemausert und den Ruf der SG Rosenhöhe als „Verein mit Herz“ gefestigt. Ihren Wert weiß auch Reinhold Beck zu schätzen, der die Grüße des Sportkreises übermittelt und zum runden Jubiläum gratuliert.

Bilder: Weihnachtsmarkt auf der Rosenhöhe

Rund geht’s derweilen am Glücksrad, wo für Kinder allerhand Preise ausgelobt sind. Auch wenn nicht jeder Dreh mit einem Hauptgewinn belohnt wird, muss dennoch kein Knirps leer ausgehen. Unterdessen wirbt Christopher Uhlig mit dem Lostopf in der Hand für die Teilnahme an der großen Tombola. „700 Preise haben uns Geschäftsleute und Privatpersonen zur Verfügung gestellt“, freuen sich Gaby Freynick und Kristin Wenk, die drinnen im Vereinsheim gut zu tun haben mit der Ausgabe der Gewinne. Vom Rucksack bis zur Kappus-Seife ist alles dabei, was den Menschen auch schon in den Tagen vor dem Christfest Freude beschert. Auch an Gaumenfreuden mangelt es nicht. Neben Leckerem aus der Pfanne und vom Grill draußen wartet drinnen in der gemütlichen Waldgaststätte ein Kuchenbüffet auf die Besucher. Naschkatzen kommen gleichfalls auf ihre Kosten.

Natürlich hält vor allem der bärtige Alte allerlei Süßes für jene erwartungsvolle Mädchen und Jungen bereit, die ihm zu Ehren ein kurzes Gedicht aufsagen oder eine Liedstrophe anstimmen. Aus gut zwei Dutzend Kehlen erschallen anschließend weihnachtliche Weisen, dargeboten vom rot-weiß bemützten Chor der Lauterborn-Grundschule unter Leitung von Paula André-Sauerborn. Am zweiten Tag des Weihnachtsmarkts erfreut die Kita der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach das Publikum.

Im Hüttendorf sind Kunsthandwerk, weihnachtliche Dekorationen und weitere hübsche Geschenkideen zu erstehen. So bieten etwa die Vereinsfrauen in ihrer grünen Stube über 70 geschmackvoll gestaltete Türkränze, Adventsgestecke und stilvollen Tischschmuck feil. An einem anderen Stand gibt es gestrickte und gehäkelte Handarbeiten – von der schicken Mütze bis zu mollig-warmen Handschuhen. Die Tanzmädels offerieren überwiegend fruchtige Brotaufstriche. Sämtliche Verkaufserlöse fließen wiederum in die Finanzierung der Vereinsarbeit und sind den Mitgliedern Ansporn, das Gemeinschaftsgefühl weiter zu kultivieren und das familiäre Ambiente ihres Weihnachtsmarkts zu bewahren.

Bilder: Weihnachtsmarkt in Bieber

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