Weihnachtsmarkt der Lämmerspieler Ortsvereine

Festplatz hat sich eingespielt

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Eine andere Variante eines Weihnachtsbaums präsentieren die Patriots-Cheerleaderinnen von der TSV Heusenstamm.

Mühlheim - Die Lämmerspieler Ortsvereine haben zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Rund 200 Menschen strömten am Samstag auf den Platz am Offenbacher Weg. Von Stefan Mangold 

Der Weihnachtsmarkt der Lämmerspieler Ortsvereine hat in der Vergangenheit einige Male seinen Standort gewechselt: vom Grundstück der Firma Peter Helmle über St. Lucia bis neben den Fußballplatz der TSV Lämmerspiel. Vor drei Jahren bezog man ein paar Meter weiter vor dem Vereinssitz am Offenbacher Weg Position. Der Platz spielt sich ein. Am Samstagabend waren jedenfalls die meisten Bänke vor den sieben Ständen voll besetzt. Zu Beginn gehen jugendliche Kicker der TSV an den Aufbauhelfern vorbei in Richtung Kabine. Sie haben gerade Halbzeitpause. Richtig gut sieht es nicht aus. Bis vor drei Jahren fand der Weihnachtsmarkt um den ersten Advent noch unter der Hütte am Fußballplatz statt. Doch Georg Fischer, Vorsitzender der Lämmerspieler Ortsvereine (LOV), spricht von dem mulmigen Gefühl, das manche in der Dunkelheit auf dem unbeleuchteten Weg beschlich, wenn es nach Hause ging. Außerdem falle der Platz vor dem Vereinssitz der TSV eher auf, weshalb mehr Leute kämen.

Die Fußballabteilung der TSV nutzt die zwei Tage wie vor kurzem die Turnabteilung mit dem Flohmarkt für Frauen in der Halle, um ein paar Euro in die Kasse zu spülen. Sabine Schepp, eigentlich Turnerin, hilft auch am Würstchenstand aus, zusammen mit Jörg Lindner und Claudia Heinz, deren Sohn Nico in der ersten Mannschaft kickt. Auch Jürgen Drescher, der Vize-Chef der Fußballabteilung, versteckt sich nicht.

Extra wegen der Würstchen und weil das Mittagessen ausfiel machte sich Ralf Hennemann mit Gattin Gerlinde Appl auf den Fußweg von Hausen nach Lämmerspiel. Mit den Würstchen zeigt sich der Mann zufrieden, mit der Getränkeauswahl nicht so ganz. Vor ihm steht eine kleine Flasche Sauergespritzter auf dem Tisch. Was Hennemann prinzipiell moniert, „in einer Apfelweinregion bekomme ich auf keinem Fest puren, kalten Apfelwein“.

Aber es gibt Crêpes in allen möglichen Variationen am Stand der „Patriots“ der TSV Heusenstamm. Die französische Spezialität bereiten Trainerin Sabrina Sandt, Kontanze Wolke und die Schwestern Yasmin und Rania Brückmann zu. Die vier gehören zu den 30 Cheerleadern des Vereins. Ihr Zweck liegt nicht nur darin, Männer anzufeuern, die mit ihren Helmen gegeneinander krachen. „Wir nehmen an Wettbewerben wie den Deutschen Meisterschaften teil“, erläutert Brückmann, die ruckzuck vor dem Stand an der Spitze eines Turmes steht, den ihr die drei Kolleginnen aufbauen.

Bilder zum Dietzenbacher Weihnachtsmarkt

Nein, Antialkoholiker seien sie nicht, betont Jane Moxter, seit 2006 Mitglied im Kirchenvorstand der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, zuständig für die 1800 Protestanten in Markwald und in Lämmerspiel. Zusammen mit Kollegin Andrea Wempe und der Gemeindepädagogin Petra Berger verkauft Moxter Kaffee und Kinderpunsch, so wie immer auf dem Lämmerspieler Weihnachtsmarkt. Nur im vergangenen Jahr habe man wegen anderweitiger Termine passen müssen. Für den Sonntag hatte sich auch Pfarrer Peter Meier-Röhm angekündigt, der seit Mai in der Kirche an der Anton-Dey-Straße von der Kanzel predigt.

„Edles aus der Flasche“ steht auf dem Holzschild über dem Stand von Wolfgang Sacher, der einen Laden betreibt, der sich „Mühlheimer Marktstraßenwasser“ nennt. Gar nicht so irreführend der Name, wenn man bedenkt, dass auch die selbst gebrannte Schnäpse von Wolfgang Sacher zu 60 Prozent aus Wasser bestehen. In Lämmerspiel verkauft er vor allem Wein aus Rheinhessen. Am Sonntagmorgen zeigt sich Georg Fischer zufrieden: „In der Spitze kamen gestern 200 Leute.“ Für die A2-Mannschaft der TSV endete das Match gegen Tus Zeppelinheim unglücklich. Mit 1:11 ging man gegen die wesentlich älteren Kicker unter.

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