Weihnachtsmarkt mit familiärem Charme

Schlendern, schlemmen und plaudern in Offenthal

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Rund 2500 Besucher dürften nach den Angaben der Veranstalter über den Offenthaler Weihnachtsmarkt flaniert sein.

Offenthal - Zum 14. Mal geht er über die Bühne und ist ein voller Erfolg: Der Offenthaler Weihnachtsmarkt schmiegt sich schön und heimelig in die Gassen des alten Ortes. 26 Stände tauchen die Straßen rund um Kirche und Kirchgarten in eine ganz besondere Art des Winterzaubers. Von Enrico Sauda 

Schlendern, schlemmen und plaudern: In Offenthals altem Ortskern sind hunderte Menschen auf der Gasse, um kurz vor Weihnachten noch mal mit Freunden anzustoßen, Kunsthandwerk zu kaufen oder Kirchenkonzerte zu genießen. Arnold Holz vom Kulturverein Dreieich, der dieses Winterspektakel auf die Beine stellt, ist zufrieden: „Der Markt ist in dem top Zustand, den wir von den vergangenen Jahren her kennen. Wir haben sogar eine neue Hütte bekommen – die macht ein bisschen mehr her als die Hütte, die wir vorher hatten“, freut sich der Weihnachtsmarktmacher. Geliehen haben ihm das neue Häuschen die Kerbborsche des Dreieichenhainer Fahnenjahrgangs 2008. Überhaupt strahlt Dreieichenhain kräftig bis nach Offenthal aus, denn es gibt auch einen neuen Aussteller, der seine Waren – Utensilien aus Olivenholz – anbietet. Talal Mahmoud reiste eigens aus der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn an, weil er beim Dreieichenhainer Weihnachtsmarkt gehört hatte, wie fein das Offenthaler Pendant ist. „Und so ist es“, sagt Holz, „da steckt sehr viel Herzblut drin.“ Das spiegelt sich nicht nur in den Besucherzahlen wider, sondern auch im Einzugsgebiet. „Klar, die meisten kommen natürlich aus Dreieich und der näheren Umgebung, aber wir haben auch Besucher aus Aschaffenburg und Rüsselsheim“, sagt Holz, der an diesem Wochenende mit gut 2 500 Gästen rechnet.

Ein Magnet ist einmal mehr das Konzert der Solisten der Staatlichen Bolschoj Oper Minsk am Samstagabend in der Kirche. Musikalische Akzente setzen an beiden Tagen darüber hinaus die großen und kleinen Instrumentalisten des Musikvereins Offenthal.

Über dem ganzen Geschehen strahlen dieses Jahr zwölf Weihnachtssterne an den Laternen. „Wir haben dank Sposoren vier neue anbringen können“, so Holz. Nun fehlen nur noch drei, damit jede Laterne im alten Ort über einen eigenen Stern verfügt. Holz ist guter Dinge: „Ich habe bereits Signale bekommen, dass zwei weitere drin sein könnten. Und den einen, der dann noch fehlt, den kriegen wir bis zur nächsten Ausgabe bestimmt auch noch. Dann hätten wir unser Ziel schneller erreicht als gedacht.“

Bilder: Weihnachtsmarkt in Offenthal

Crepes, Würstchen, Schokofrüchte – hungrig kehrt dem Markt niemand den Rücken. Zum ersten Mal bereichert darüber hinaus die Ricarda-Huch-Schule die kulinarische Auswahl mit Chili con Carne. Die Abiturienten wollen so ihre Kasse aufbessern. „Für solche Aktionen habe ich immer ein offenes Ohr“, verrät Holz. Offenthal sei ein spezieller Weihnachtsmarkt, der mit seinem familiären Charme besteche. „Wenn man durch die Gassen schlendert, trifft man alle paar Meter jemanden, den man kennt“, so der Veranstalter. Das Gemütliche, das Heimelige seien zwei der Gründe, warum es sich immer wieder lohne, den Weihnachtsmarkt zu organisieren. Auch im kommenden Jahr wird es ihn also geben. „Aber dann ist der vierte Advent gleichzeitig Heiligabend, deshalb muss der Markt Freitag und Samstag durchgezogen werden.“ Holz hat schon mit den Ausstellern gesprochen und wieder nur Zusagen bekommen.

Bilder: Weihnachtsmarkt in Offenthal

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