Woher kommt der Valentinstag?

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Himmelherzen

Der Valentinstag, der immer am 14. Februar gefeiert wird, gilt als Tag der Liebenden. Doch woher kommt der Brauch, am 14. Februar dem Partner ein Geschenk zu machen?

Der Namenspatron des Valentinstags ist der heilige Valentin. Im 3. Jahrhundert nach Christus ermöglichte der Bischof aus der italienischen Stadt Terni Liebenden die Heirat, obwohl der römische Kaiser Claudius II Eheschließungen zwischen Menschen unterschiedlicher Stände und Völker sowie zwischen Mitgliedern verfehdeter Familien unter Strafe verboten hatte.

Bischof Valentin setzte sich über das Verbot des Kaisers hinweg und traute die unglücklich Verliebten heimlich. Der Überlieferung nach schenkte er ihnen zur Eheschließung einen Blumenstrauß aus seinem eigenen Garten. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern. Als seine Machenschaften aufflogen, wurde er am 14. Februar 269 auf Befehl des Kaisers Claudius II enthauptet.

US-Soldaten brachten den Brauch nach Deutschland

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Paare bildeten sich durch Losen am Vorabend, oder durch den ersten Kontakt am Valentinstag. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys' Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der vornehmen britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Deutschland erreichte der Valentinsbrauch erst nach dem zweiten Weltkrieg. 1950 veranstalteten stationierte US-Soldaten in Nürnberg den ersten Valentinsball.

In den veschiedenen Teilen der Erde haben sich unterschiedliche Traditionen entwickelt:

In Brasilien wird der Valentinstag etwa erst am 12. Juni gefeiert.

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre Gatten, Chefs oder männlichen Kollegen. Im Gegenzug erhalten sie einen Monat später am „White Day“ weiße Schokolade als Präsent.

In Italien treffen sich Liebespaare meist an Brücken oder an Gewässern. Sie schließen Vorhängeschlösser an Fahrradständer oder an Zäune an und schreiben ihre Initialen darauf. Danach werfen beide Liebenden die Schlüssel ins Wasser und wünschen sich etwas. Zwar darf der Wunsch danach nicht verraten werden, doch die meisten wünschen sich die ewige Liebe.
Ganz anonym geht es in Finnland zu. Dort wird der Valentinstag als Freundschftastag gefeiert. Es werden Karten oder kleine Geschenke ohne Absender verschenkt, an Menschen, die man sympathisch findet.

fg

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