Weiterhin Boom beim Wohnungsbau

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Mit weiterem Wachstum rechnte die Bauwirtschaft beim Wohnungsbau.

München - Die Bauwirtschaft rechnet nach dem Boom beim Wohnungsbau im vergangenen Jahr auch 2012 mit starkem Wachstum in diesem Bereich. Was die Eurokrise damit zu tun hat.

„Die Angst vor Inflation und Eurokrise gibt immer mehr Bürgern Anlass, die Anschaffung einer eigenen Immobilie zu planen“, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider, am Donnerstag in München bei der Internationalen Handwerksmesse. Den Baubetrieben bescherte der Wunsch nach dem Eigenheim nach massiven Einbrüchen durch den Wegfall der Eigenheimzulage ein kräftiges Umsatzplus von fast 18 Prozent im Jahr 2011.

Diese Dynamik wird sich nach Einschätzung von Schneider in diesem Jahr nicht wiederholen, er rechnet aber immer noch mit einem kräftigen Plus von 5 Prozent im Wohnungsbau. „Der anhaltend positive Trend bei den Baugenehmigungen und Auftragseingängen zeigt ein weiteres Wachstumspotenzial.“ Damit ist der Wohnungsbau die mit Abstand wachstumsstärkste Sparte der Baubranche.

Nachholbedarf in den Heizungskellern

Für die gesamte Bauwirtschaft mit rund 2,35 Millionen Beschäftigten erwartet Schneider nach sieben Prozent Umsatzwachstum 2011 nur noch ein Plus von einem Prozent auf 203 Milliarden Euro. Einen Schwung an neuen Aufträgen könnte die geplante Förderung der energetischen Gebäudesanierung auslösen, über die Bund und Länder derzeit noch streiten. Schneider forderte die Politik auf, das „Hickhack“ zu beenden, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Nachholbedarf sieht er besonders bei energieeffizienter Heizungstechnik. „Die Energiewende ist in den Heizungskellern der Republik noch nicht angekommen.“

dpa

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