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Wucherndes Unkraut: So bezwingen Sie Klee im Rasen

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Wie Sie Klee aus Ihrem Rasen entfernen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab - zum Beispiel von der Art des Klees.

Für die einen ist Klee ein Symbol für Glück – die anderen sehen darin eher das Gesamtbild des Rasens zerstört. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Pflanze entfernen. 

Vierblättrig und als Glücksbringer bekannt – so haben viele den Klee im Gedächtnis. Im Rasen verdrängt das Unkraut aber eher das satte Grün – was so manchen Hobbygärtner ein Dorn im Auge ist. Doch warum wächst die vierblättrige Pflanze überhaupt so stark und wie lässt sie sich auf möglichst natürliche Art entfernen? Wir haben Antworten für Sie.

Was sind die Ursachen für Klee im Rasen?

Sobald vermehrt Klee in Ihrem Rasen wächst, ist dies in der Regel ein Anzeichen für einen Mangel. Meistens fehlt es Ihrem satten Grün dann an Stickstoff – das Gras kann dies weniger gut ausgleichen als der Klee, da dieser eine Symbiose mit Bakterien eingeht, die Stickstoff binden. Daraus folgt, dass der Klee sich weiter verbreitet, während die Grashalme verdrängt werden.

Allerdings kommt es auch immer auf die Art des Klees an, um den Mangel bestimmen zu können. Diese Kleesorten sind hierzulande besonders verbreitet:

  • Weißklee: Zeichnet sich durch weiße und kugelförmige Blüten aus. Er wächst meist auf einem kalkhaltigen und nährstoffarmen Boden.
  • Sauerklee: Seine Blüte hat die Form eines Kelchs und ist weiß mit violetten Adern. Sein Auftauchen ist ein Zeichen für einen kalkarmen und sauren Boden.
  • Hornklee: Die Blüte ist gelb und erinnert vom Aussehen an eine Dolde. Er wächst vermehrt auf einem stickstoffarmen Boden.

Vertikutieren & Co.: So entfernen Sie Weißklee im Rasen

Sollte Ihr Rasen von einem Weißklee geplagt sein, haben Sie Glück: Denn dieser ist weniger hartnäckig als der Sauer- und Hornklee. Oft lässt er sich schon durch das Vertikutieren des Rasens in Schach halten.

Hierbei wird die Oberfläche des Rasens aufgeschnitten, sodass er besser atmen kann. Der Klee und dessen Wurzeln werden hingegen geschwächt, weshalb das Gras die Chance bekommt seine Fläche zurückzuerobern. Nach dem Vertikutieren sollten Sie Ihrem Grün deshalb helfen und es mit dem richtigen Düngemittel versorgen. Kahle Stellen werden nachgesät.

Passend dazu: Wann ist die beste Zeit zum Vertikutieren und was muss ich darüber wissen?

Hornklee dauerhaft entfernen: Diese Tipps helfen weiter

Im Vergleich zum Weißklee, ist der Hornklee schon ein größeres Übel. Einfaches Vertikutieren hilft hier meist nicht weiter. Einzige Option ist dann das Ausstechen des Unkrautes. Das heißt, jede einzelne Pflanze muss von Hand und mitsamt der Wurzeln aus dem Rasen gegraben und entfernt werden. Das kann eine sehr mühselige Arbeit sein, jedoch schaden Sie dabei dem Rest Ihres Rasen nicht.

Ganz anders als bei manchen Unkrautvernichtern. Zwar werden diese beim Bekämpfen von Klee auch immer wieder empfohlen, allerdings wirkt dieser oft nicht nur beim Unkraut, sondern auch bei den Gräsern selbst. Zudem wird dieser bei Regen leicht wieder weggewaschen. Sollten Sie sich also doch dafür entscheiden einen zu verwenden, sollten Sie sich im Baumarkt über das richtige Mittel beraten lassen und vor der Anwendung nicht den Rasen mähen. Nur so erwischen Sie die komplette Pflanze.

Zudem ist Hornklee, wie erwähnt, ein Anzeichen für einen stickstoffarmen Boden. Geben Sie ihm deshalb ein gutes Düngemittel mit Stickstoff, das wenig Phosphat enthält. Dieses wiederum liebt der Klee nämlich.

Klee im Rasen entfernen: Darum sollten Sie Hornmehl anwenden

Als ein bewährtes Düngemittel können Sie in diesem Fall auf Hornmehl zurückgreifen. Denn die feinen Späne aus Rinderhorn weisen besonders viel Stickstoff und kaum Phosphat hervor. Es handelt sich also um das perfekte Mittel, um Ihren Rasen zu stärken ohne auch dem Klee etwas Gutes zu tun.

Hier lesen Sie mehr rund um das Thema Rasendüngen.

Klee im Rasen: Muss ich ihn kalken?

Das Auftauchen von Klee im Rasen gibt Ihnen zudem einen Hinweis darauf, wie es um den pH-Wert des Bodens bestellt ist – und ob er gekalkt werden muss. Ganz genau finden Sie dies über eine Bodenanalyse heraus, für die Sie eine Probe nehmen und in ein Labor einsenden.

Allerdings ist Klee meist der Bote eines alkalischen Bodens – das heißt, der pH-Wert ist größer als sieben und die Erde extrem kalkhaltig. In diesem Fall sollten Sie also auf keinen Fall noch mehr Kalk hinzufügen. Wächst statt Klee hingegen viel Moos in Ihrem Rasen, dann ist der Boden recht sauer – nur dann sollten Sie kalken.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie Ihren Rasen richtig kalken oder wie Sie Moos im Rasen loswerden.

Ohne Gift: So entfernen Sie den Klee auf natürliche Weise

Falls Sie bei der Unkrautvernichtung auf keine Herbizide zurückgreifen möchten, gibt es andere bewährte Methoden: Zum Beispiel indem Sie den Klee einfach abdecken. Denn ohne Licht tut sich die Pflanze schwer, sich weiter auszubreiten.

Deshalb schwören viele Hobbygärtner darauf, den Klee für zwei bis drei Wochen – je nachdem wie lange es braucht – komplett unter einer Plastikfolie verschwinden zu lassen. Das Gras, welches sich darum herum befindet, wird dadurch zwar auch geschwächt, kann sich aber nach der Prozedur besser wieder erholen.

Durch richtiges Mähen dem Wachstum des Klees vorbeugen

Indem Sie den Rasen nur sparsam mähen, tun Sie Ihrem Gras ebenfalls etwas Gutes. Denn sobald Sie ihn schneiden, bekommt auch der Klee mehr Licht und schießt empor – und zwar schneller als es Ihr Rasen kann. Mähen Sie also nur dosiert und kürzen Sie das Gras nicht auf weniger als fünf bis sechs Zentimeter. Das schwächt die Halme und lässt dem robusteren Klee ebenfalls mehr Spielraum.

Rasen säen - wann ist der beste Zeitpunkt?

Klee im Rasen ohne Gift entfernen: Auf diesen Hausmittel-Tipp schwören Hobbygärtner

Alles, was Sie dazu brauchen ist heißes Wasser: Dieses wird nämlich direkt auf das Unkraut – und nirgendwo anders – geschüttet, sodass die Pflanzen verenden. Danach lassen Sie es trocknen und entfernen den Klee mitsamt Wurzel händisch. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich selbst dabei nicht verletzen.

Achtung Hobbygärtner! Diese Fehler schaden Ihrem Rasen erheblich.

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