Ab in den Garten

So wächst der Weihnachtsbaum im Topf weiter

Weihnachtsbäume im Topf können nach dem Fest in den Garten gesetzt werden. Sie wachsen aber nur an, wenn man sie auf die Kälte vorbereitet.
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Weihnachtsbäume im Topf können nach dem Fest in den Garten gesetzt werden. Sie wachsen aber nur an, wenn man sie auf die Kälte vorbereitet.

Wer einen Weihnachtsbaum im Topf hat und ihn in den Garten setzen will, sollte ihn baldmöglichst aus dem warmen Zimmer stellen. So überlebt er.

Berlin – Der Weihnachtsbaum im Topf* kann im Garten überleben - aber das gelingt oft nicht. Insbesondere nicht, wenn man ihn direkt aus dem warmen Haus in die Kälte stellt.

Weihnachtsbaum in Garten pflanzen: die Vorbereitung

Denn beim Auszug aus dem Haus in den Garten muss der Baum sich erst mal an die Witterungsbedingungen gewöhnen. Ratsam ist es daher, den Baum erst für ein paar Tage in den Flur, unbeheizten Wintergarten oder die Garage zu stellen. Das empfiehlt Niels Reinke, Mitglied im Bund deutscher Baumschulen. Wie man den Tannenbaum einpflanzt, damit der Weihnachtsbaum auch nach dem großen Fest weiterlebt*, verrät 24garten.de*.

Ist es draußen dann verhältnismäßig warm, ist das Einpflanzen kein Problem. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich sollte man hingegen abwarten. Auch der Boden muss beim Einsetzen frostfrei sein – „mindestens so tief, wie der Topf groß ist“, rät der Experte. Danach muss der Baum regelmäßig an frostfreien Tagen gegossen werden.

Die Pflege bis zum Einsetzen: Viel Wasser, keine Hitze

Insgesamt sollte der Weihnachtsbaum nicht zu lange im Haus bleiben – über die Festtage, lautet der übliche Tipp. In der Zeit muss er regelmäßig gegossen und mit dem Nebel aus einer Sprühflasche benetzt werden.

Und: Die Gehölze reagieren empfindlich auf die trockenen und warmen Bedingungen im Haus. Daher dürfen sie nicht direkt vor der Heizung oder einem Kamin stehen. „Wir würden es ja auch nicht mögen, 24 Stunden vor dem warmen Ofen zu sitzen“, sagt Reinke.

Auch interessant: So verhindern Sie, dass der Weihnachtsbaum nadelt.

Die Wiederverwertung des Weihnachtsbaums: Im Topf einsetzen

Kann man den Weihnachtsbaum im nächsten Jahr wieder ausgraben? Davon rät Reinke ab – es sei denn, man setzt ihn mitsamt dem Topf in den Gartenboden. „Die Wurzeln werden zwar aus dem Topf herauswachsen. Aber wenn man ihn rausholt, kann man ein wenig drehen, so dass diese Wurzeln abreißen.“

Die Weiternutzung als Weihnachtsbaum ist meist nur einmal möglich – denn Nordmanntannen, der Deutschen liebster Baum, legen pro Jahr 30 bis 40 Zentimeter an Höhe zu.

Das erste Jahr: Warum der Weihnachtsbaum nicht anwächst

Nach einiger Zeit wird sich zeigen, ob der Weihnachtsbaum zum Hausbaum im Garten wird. Gelingt dies nicht, kann das auch an der grünen Ware selbst liegen: Viele der Gehölze wachsen in ihrem Leben vor dem Dasein als Weihnachtsbaum nur an einem Standort. Ihre Wurzeln werden bei der Ernte teils abgestochen und in einen Topf gedrückt, erläutert Reinke. „Diese Bäume werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weiterwachsen.“

Ein Baum, der eine größere Chance auf ein Anwachsen hat, wurde in seinem Vorleben mehrfach in der Gärtnerei und Baumschule umgesetzt. Das ist eine übliche Methode, um die Bildung von Feinwurzeln anzuregen. Reinke hat damit Erfahrung: Er verleiht Weihnachtsbäume. Von 100 im vergangenen Jahr vermieteten Gehölzen haben 99 überlebt. *Merkur.de und 24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Lesen Sie auch: Winter-Feeling mit Weihnachtsstern: Diese Pflege lässt ihn lange leben.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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