Corona-Verordnung

Strandbad in Nieder-Roden: Auch Nacktbaden wieder möglich

Blick auf das Strandbad in Nieder-Roden. Bald darf dort in einem Bereich auch wieder nackt gebadet werden.
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Blick auf das Strandbad in Nieder-Roden. Bald darf dort in einem Bereich auch wieder nackt gebadet werden.

Nach der jüngsten Corona-Lockerung in Hessen darf Rodgau mehr Besucher ins Strandbad lassen. Davon profitieren FKK-Besucher und Beachvolleyballspieler.

Nieder-Roden – Nach der jüngsten Corona-Lockerung in Hessen darf die Stadt mehr Besucher ins Strandbad lassen. Davon profitieren FKK-Besucher und Beachvolleyballspieler. Ab Freitag, 17. Juli, steht ein Strandabschnitt für FKK-Fans zur Verfügung. Ein Volleyballplatz, der zunächst als Liegefläche diente, wird wieder zum Ballspielen freigegeben. Etwa 24 000 Besucher verzeichnete das Strandbad in den ersten vier Wochen der Saison. An zwei Tagen wurde die Obergrenze von 3 500 Leuten erreicht. Danach wurde der Kartenverkauf so lange gestoppt, bis wieder einige Badegäste das Gelände verlassen hatten.

Die neue Corona-Verordnung des Landes schreibt nur noch drei Quadratmeter Freiraum pro Person vor. Bisher waren es fünf Quadratmeter. Damit dürfen nun bis zu 5 500 Menschen gleichzeitig im Strandbad sein. Sie müssen weiterhin Abstand halten und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Die erhöhte Gesamtkapazität gibt der Stadt den Spielraum, einen Strandabschnitt für FKK-Besucher zu reservieren, ohne bekleidete Badegäste auszuschließen. Dazu wird ein Teil des früheren FKK-Strandes abgeteilt. Das Online-Ticketsystem bietet ab Freitag, 17. Juli, die Wahl zwischen FKK- und Textilstrand. Dann gibt es 1 000 Eintrittskarten für Nackte und 4 500 für Besucher in Badekleidung.

Bei einer Veränderung der Lage werde die Stadt auch künftig die Situation neu bewerten, kündigt Erster Stadtrat Michael Schüßler an: „Es ist immer eine Abwägungsentscheidung. Wir können es nicht immer allen recht machen.“

Nicht alle Besucher sind bereit, sich an die Regeln zu halten. So musste das Personal Hausverbote aussprechen, weil einige Gäste die Regeln zur Nutzung der Pontons nicht akzeptierten.

Ein weiteres Ärgernis: In mehr als 100 Fällen wurden Eintrittskarten per Telefon reserviert und dann nicht abgeholt. „Das ist nicht fair“, meint Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Diese Karten seien dann für andere Besucher blockiert.

Der 50-Cent-Zuschlag auf den Eintrittspreis sorgt immer wieder für Diskussionen. Ein Leser unserer Zeitung bezweifelt gar die Rechtsgrundlage, schließlich habe das Stadtparlament keine neue Gebührensatzung beschlossen. „Das sind Verwaltungskosten“, erklärt Bürgermeister Hoffmann. Die 50 Cent pro Person seien nur ein kleiner Beitrag zu den Zusatzkosten des Ticketsystems.

Bei manchen Inhabern der Ehrenamtscard sorgt es für Unmut, dass sie in diesem Sommer nicht gratis baden dürfen, sondern ebenfalls online Eintrittskarten kaufen müssen. Das liegt daran, dass die Stadt die zulässige Besucherzahl über das Ticketsystem überwacht. „Wir können in dieser Saison keinen ungeregelten Zugang gewähren“, so Hoffmann. Den Inhabern der Ehrenamtscard komme die Stadt aber mit einem ermäßigten Eintrittspreis entgegen. (eh)

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