12,5 Millionen für den Kern

Offenbach - (alk) Bis Dezember soll ein Konzept entwickelt werden, wie man in acht Jahren 12,5 Millionen Euro möglichst segensreich ins Offenbacher Zentrum investiert. Die Bürger sind aufgerufen, sich an der Diskussion darüber zu beteiligen, welche Schritte notwendig sind, die Lebensqualität in der Innenstadt zu verbessern.

Erste Gelegenheit, am Projekt „Aktive Innenstadt“ mitzuwirken, ist am Dienstag, 28. April, um 19.30 Uhr in der Halle K39 im ehemaligen Goldpfeil-Gebäude, Kaiserstraße 39.

Das hessische Wirtschaftsministerium hatte Offenbach im Oktober als eine von 20 Kommunen ins neue Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche“ aufgenommen. Ziel ist es, die ausgewählten Dorf- und Stadtzentren neu zu gestalten. Ein Drittel der zu investierenden Mittel steuert der Bund bei und ein Drittel das Land. Für Kämmerer Michael Beseler ist es ein „Idealfall“, mit einem städtischen Aufwand von gut vier Millionen Euro Projekte im Wert von mehr als zwölf Millionen Euro zu finanzieren. „Wir haben schließlich auch sonst jedes Jahr Geld für die Innenstadt ausgegeben.“

50 bereits ausgewählte Vertreter aus Offenbachs Wirtschaft, Kultur, Politik und Verwaltung bilden ein „Forum Aktive Innenstadt“, das bis Oktober zu fünf Sitzungen zusammenkommt, um konkrete Projekte auszuarbeiten. Moderiert wird der Prozess von einem städtebaulichen Büro, das auch beauftragt worden ist, die Ausgangssituation zu analysieren, Entwicklungspotentiale aufzuzeigen und einen städtebaulichen Rahmenplan zu erstellen. Der ist Voraussetzung, damit die Mittel von Bund und Land nach Offenbach fließen. 700 000 Euro werden insgesamt für Planungsarbeiten aufgewendet - bevor der erste Stein versetzt wird.

Stadtplanerin Marion Rüber-Steins nannte gestern mögliche einzelne Vorhaben: Entschilderung, Schaufenster-Wettbewerb, Aufwertung der Eingänge in die Stadt (Bahnhof, Kreisel Berliner Straße /  Carl-Carsten-Platz) sowie die Umgestaltung weiterer Straßen.

Frank Achenbach, der sich als Vertreter der IHK beim Projekt „Aktive Innenstadt“ engagiert, betonte, andere Initiativen wie „INGE“ würden eingebunden und ergänzten das neue Programm. Besonders sei, dass Stadtplanung diesmal nicht allein Sache des Rathauses sei, sondern Geschäftsleute und Bürger eingebunden würden.

Weitere Infos im Internet:

www.offenbach.de/aktive-innenstadt/

www.aktive.kernbereiche-hessen.de

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