Einzelne Fluglärmgegner fordern Verschärfung des Protests

1500 Teilnehmer bei Jubiläums-Montagsdemo

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Zum 150. Mal: Mit Schildern, Trillerpfeifen und Trommeln zogen die Demonstranten durch das Terminal 1 des Flughafens.

Offenbach - Die 150. Montagsdemo war mit 1500 Teilnehmern gut besucht. Wie immer gehörten zahlreiche Offenbacher zu den Demonstranten im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.

Aus Offenbach kamen auch Bürgermeister Peter Schneider und Ex-Stadtrat Paul-Gerhard Weiß, Politiker waren aber zum Jubiläum nicht explizit geladen gewesen. „Die Demonstranten haben es sich verdient, auch mal im Fokus zu stehen“, sagte Jochen Krauß, einer der Organisatoren. Dank ihnen sei das Thema Fluglärm in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch macht Krauß deutlich, dass es bei den Demonstrationen nicht um den Flughafen an sich gehe, sondern um seine Funktion als Umsteigedrehkreuz. Mehr als 50 Prozent der Passagiere würden Frankfurt gar nicht besuchen und folglich kein Geld ins Rhein-Main-Gebiet spülen. „Wenn die Umsteigerflüge reduziert würden, könnten wir mit dem Airport leben, denn dann würde es leiser werden“, so Krauß.

Menschenkette gegen Fluglärm

Auch bei der Jubiläums-Demo zogen die Teilnehmer durchs Terminal und machten ihre Forderung nach Begrenzung der Flugbewegungen auf 380.000 im Jahr und konsequentem Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr lautstark deutlich. Eine Woche vor dem offiziellen Spatenstich für den Bau des Terminal 3 rief Aktivist Dr. Michael Wilk in seiner Ansprache sogar zu einer Verschärfung des Protests auf. „Wir sind entschieden gegen Terminal 3, weil der weitere Ausbau mit der Gesundheit der Menschen in der Region bezahlt wird.“ Deutlich wird: Nach 150 Kundgebungen sind die Fluglärmgegner des Demonstrierens nicht müde. (ror)

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