2015 im neuen Präsidium?

Offenbach - Für das geplante Polizeipräsidium Südosthessen auf dem Buchhügel eröffnet sich nach Informationen von Oberbürgermeister Horst Schneider eine zeitliche Perspektive: Demnach könnte Im Verlauf des Jahres 2015 der Neubau bezogen werden. Von Thomas Kirstein

Wie er aus gut informierten Wiesbadener Kreisen erfahren haben will, hat die Landesregierung entschieden, das Projekt konkret in die Wege zu leiten. Das Hessische Baumanagement habe grünes Licht bekommen, Teilnahmewettbewerb und anschließendes Verhandlungsverfahren in die Wege zu leiten. Stefan Löwer, Sprecher des Hessischen Finanzministeriums, sagte gestern hingegen: „Eine letztgültige Entscheidung der Landesregierung liegt noch nicht vor. “

Polizeibau als Projekt öffentlich-privater Partnerschaft

Nach Informationen des OB sind für die europaweite Ausschreibung 15, für Planung und Ausführung weitere 30 Monate vorgesehen.

Wie sich nach verzögernden Grundsatzdiskussionen in Wiesbaden erst vergangenes Jahr ergab, soll der Polizeibau als Projekt öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) errichtet werden. Der Schritt, um den es jetzt geht, würde die Fahndung nach einem geeigneten Partner eröffnen. Zu den Kosten des künftigen Arbeitsplatzes von 750 Beamten und Angestellten gibt es unterschiedliche Schätzungen. Als das Land im November 2006 Offenbach als Standort für das Präsidium (zuständig für Stadt und Kreis Offenbach sowie Main-Kinzig-Kreis) festlegte, war von 100 Millionen Euro die Rede. Vor einem Jahr irritierte der damalige Polizeipräsident Günter Hefner mit der Ansicht, es seien mit allem Drum und Dran 150 Millionen notwendig.

Baubeginn für 2013 wurde angezweifelt

Als Baubeginn war 2006 „frühestens 2008“ angepeilt. Die Stadt erledigte ihren Teil, indem sie Anfang 2009 einen Bebauungsplan verabschiedete. Schon damals wurde der ins Gespräch gebrachte Baubeginn für 2013 angezweifelt.

Die 3,8 Hektar, auf denen gebaut wird, sind Stadt-Besitz. Die Stadtwerke-Holding ist bereits mit der Freimachung beauftragt. Auf dem Areal befindet sich unter anderem die Kinder- und Jugendfarm. Das Land hat eine vertragliche Kaufoption bis 2013. Im aus allen Nähten platzenden Präsidium an der Geleitsstraße wusste man gestern noch nichts von der neuen Entwicklung. Wenn es aber so käme, sei das äußerst erfreulich, hieß es. Die Südosthessen-Polizei hat bereits detaillierte Pläne für Ausstattungs- und Raumprogramm erarbeitet.

Gute Nachricht für die Stadtentwicklung

Die Entscheidung sei auch eine gute Nachricht für die Stadtentwicklung, sagte der OB. Werde der alte Standort ab 2015 geräumt, eröffneten sich besonders neue Chancen für Wohnungsbau im begehrten Westend.

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Rainer Sturm

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