„Betrieb gewerblicher Art“

Schillerschule: 270.000 Euro wegen Schülerfirma nachgezahlt 

+
Symbolbild

Offenbach - Dass Schillerschüler jahrelang ihre Schule in Eigenregie geputzt haben, hat für die Stadt ein teures Nachspiel: Für das pädagogisch wertvolle und Ende 2012 eingestellte Projekt bleibt es bei Steuernachzahlungen von 270.000 Euro.

Noch im Februar dieses Jahres von der Stadtspitze geäußerte Befürchtungen, wonach sogar 350.000 Euro nachzuzahlen seien, haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Dem Finanzamt hätten entsprechende Nachweise erbracht werden können, sagte Stadtrat Felix Schwenke. Schillerschüler hatten seit 2003 in Form einer Schülerfirma ihre Räume selbst gereinigt und erhielten dafür zunächst 7600, später 9700 Euro pro Monat. Im Zuge von Umstrukturierungen bezahlte ab dem Jahre 2007 die Stadttochter GBM die Eigenleistung der Schüler. In den Krümeln suchende Finanzbeamte stießen dann 2013 in den GBM-Büchern auf diese Zahlungen und werteten die Schülerfirma als „Betrieb gewerblicher Art“ im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Sie trete damit in Konkurrenz zu anderen Reinigungsfirmen, hieß es. (mad)

Die smarten Haushaltshilfen - Roboter putzen die Wohnung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare