Historischer Mäuerchenbau für 30.000 Euro

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Sanierungsbedürftig mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht? Wo sich im Anlagenring Radler und Jogger begegnen, sieht man im Amt für Stadtplanung Handlungsbedarf. Es ist aber auch rekonstruierende Kosmetik geplant: Die Sandsteinmäuerchen sollen ihre seitlichen „Flügel“ zurückerhalten.

Offenbach ‐ Das Amt für Stadtplanung und Baumanagement hat im Offenbacher Anlagenring einen „Sanierungsstau“ ausgemacht. Über Jahre habe nur eine reine Erhaltungspflege stattgefunden, oft stilistisch unsensibel.  Von Thomas Kirstein

Die intensive Nutzung habe deutliche Abnutzungserscheinungen hinterlassen. Deshalb wird zwischen Eigenheimstraße und Lichtenplattenweg ab Mitte August gegraben, gemauert und gepflanzt. Eine Treppe und zwei Stützmauern der Grünanlagen am Landgrafenring sollen nach historischem Vorbild mit rotem Mainsandstein saniert werden. Die Mäuerchen zu erneuern und um zwei rechtwinklig angeordnete „Flügel“ zu erweitern, kostet 30 000 Euro.

Im Spätherbst werden außerdem zwischen Eigenheimstraße und Ahornstraße geschnittene Hainbuchenhecken gepflanzt.

Der Anlagenring begrenzt den Kern von Offenbach. Von der Berliner Straße am August-Bebel-Ring legt sich die Parkanlage über den Dreieichring, Isenburgring, Starkenburgring, Friedrichsring und Hessenring bis zum Landgrafenring. Entstanden ist der Ring in Abschnitten von 1902 bis 1938.

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