Soldaten werden nächste Woche ersetzt

58 Kräfte halfen den Flüchtlingen

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Offenbach - In der Nacht zu gestern – es war die erste volle Nacht seit Ankunft der ersten Flüchtlinge in Offenbach – waren in den zwei genutzten Notunterkünften an der Anne-Frank- und der Edith-Stein-Schule 58 Kräfte bei der Betreuung der Ankömmlinge eingesetzt.

Diese Zahl nennt der Stadt-Sprecher Fabian El-Cheikh. „Die Feuerwehr Offenbach ist zusammen mit weiteren Hilfsorganisationen derzeit im Dauereinsatz und dennoch hervorragend in den Katastrophenschutzstrukturen organisiert“, lobt er und macht gleich eine Einschränkung: „Dennoch ist es ein großes Problem, die Motivation dieser überwiegend ehrenamtlichen Kräfte aufrechtzuerhalten.“ Grund ist die ständige Einsatzbereitschaft, die Arbeit an Aufbau und Einrichtung der Unterkunft – „und dann kommen doch keine Flüchtlinge“. Die unübersichtliche Lage bei den Flüchtlingsströmen; widersprüchliche Angaben übergeordneter Behörden; Arbeitgeber, die darauf drängen, dass ihre Angestellten zurück zum Arbeitsplatz kommen: Das kennzeichnet El-Cheikh zufolge die Lage.

Flüchtlinge in Offenbach angekommen: Bilder

Aus diesem Grund seien die Offenbacher Einsatzkräfte auf externe Unterstützung angewiesen. Sie kommen aus dem Hochtaunus, aus dem Odenwald – und vor allem von der Bundeswehr. „Von den 100 über das Land Hessen bereitgestellten Soldaten eines Jägerbataillons befinden sich derzeit 48 im Ruhezustand, weil die dritte Sporthalle, die am Buchhügel, nicht in Betrieb gegangen ist“, erläutert das Stadtsprachrohr. Die derzeit eingesetzten Jäger sind im nordhessischen Schwarzenborn stationiert. Sie werden am kommenden Montag durch Panzerpioniere ersetzt. Noch sei keine Entscheidung der Feuerwehr gefallen. Aber es gebe ein Angebot des Landes, in der nächsten Woche 50 bis 70 zusätzliche Soldaten zur Verstärkung zu schicken.

Flüchtlingsunterkunft am Kaiserlei: Bilder

mt

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