6500 Stehplätze wären zu wenig

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Auf dem Bieberer Berg werden die Treuesten der Treuen nicht in eine nach der Himmelsrichtung benannte Kurve verbannt. Ein Stehplatz-Block bleibe auch beim Neubau wie bisher auf der Gegengeraden, lautet das für die Anhänger wichtigste Zugeständnis der Verantwortlichen von Stadt und OFC. Auf Details, wie das der Stehplatz-Zahl, legt sich die Stadiongesellschaft Bieberer Berg (SBB) vorab noch nicht fest - das wird Gegenstand der Planungen mit dem künftigen Generalunternehmer sein.

Die organisierten Unterstützer von Kickers Offenbach wollen aber nichts dem stillen Kämmerlein überlassen. Im offenen Brief an die „Entscheidungsträger der Stadt Offenbach in der Stadionfrage“ formulieren zwanzig Fanclubs ihre Forderung: „Entweder die altehrwürdige Waldemar-Klein-Tribüne erhalten oder eine neue Stehtribüne mit einer Kapazität von mindestens 10.000 Zuschauern schaffen“.

Erhalt der Waldemar-Klein-Tribüne gewünscht

Aufgeschreckt wurden die Fans von Meldungen, dass wohl nur noch 6500 Stehplätze geplant seien - 3500 Zuschauer weniger, als noch vor zehn Jahren auf die Tribüne durften. Dazu gebe es die Behauptung, dass ein Erhalt der Klein-Tribüne nicht möglich sei, heißt es in dem Brief. Idealfall für die rotweißen Fanclubs wäre der Erhalt der nach dem kürzlich verstorbenen Ehrenpräsidenten benannten Tribüne: „Weil damit Abriss und Entsorgung vermieden werden, können mit den freigesetzten Geldern mehr Logen, mehr Komfort und somit mehr Einnahmen auf den anderen drei Sitztribünen erreicht werden.“

Die OFC-Fans betonen ihre Einigkeit in der Frage von Stadionkapazität und Erhalt der Stehränge rund um „Block 2“. In einer von der Interessengemeinschaft Stadionbau organisierten Umfrage hätten sich 70 Prozent von 3000 Befragten dafür ausgesprochen. Sollte der Erhalt der Beton-Tribüne tatsächlich – verlangt wird ein unabhängiges Statikgutachten – nicht möglich sein oder von den Verantwortlichen abgelehnt werden, wollen sich die Fans mit einem Neubau auf der Gegengeraden abfinden, wenn der die Kapazität von 10.000 Stehplätzen hat.

Offensichtlich haben die Verantwortlichen Befürchtungen nicht ausräumen können, dass auf dem Bieberer Berg eine Billiglösung vorgesehen sei. „Eine Selbstkastration auf das Niveau der Stadien in Wiesbaden, Paderborn und Bornheim lehnen wir ab“, schreiben die Clubs.

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