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Weihnachtsmarkt in Offenbach: Stadt verschärft Regeln weiter – was Besucher nun wissen müssen

Auf dem Weihnachtsmarkt in Offenbach gilt ab Montag (21.11.2021) die 2G-Regelung.
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Auf dem Weihnachtsmarkt in Offenbach gilt ab Montag (21.11.2021) die 2G-Regelung.

Der Weihnachtsmarkt in Offenbach 2021 findet statt – trotz der Corona-Pandemie. Die Stadt hat die Regeln abermals angepasst.

Update vom Sonntag, 21.11.2021, 13.26 Uhr: Der Besuch des Weihnachtsmarkts in Offenbach ist ab Montag (22.11.2021) nur mit 2G-Nachweisen möglich. Das teilte die Stadt Offenbach am Sonntag (21.11.2021) mit. Damit dürfen nur vollständig Geimpfte und Genesene auf das Gelände. Für unter 18-Jährige ist das Testheft mit dem letzten negativen Test aus der Schule die Zutrittsvoraussetzung.

„Nach Rücksprache mit Darmstadt und Hanau halten die Großstädte im Rhein-Main Gebiet am Weihnachtsmarkt fest“, sagt Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke.„Wir sind dabei überzeugt, dass diese 2G-Entscheidung einschließlich Maske inhaltlich passt. Grundlage für die harten Zugangsregeln sind die aktuelle Situation und vor allem die Prognose für die kommenden Wochen“, sagt Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß. Ab Montag wird der Weihnachtsmarkt in Offenbach auch eingezäunt sein (siehe Update vom 18.11.2021).

Weihnachtsmarkt in Offenbach: Stadt reagiert auf Corona-Zahlen

Update vom Donnerstag, 18.11.2021, 14.00 Uhr: Der Weihnachtsmarkt in Offenbach wird eingezäunt. Damit reagiert der Magistrat der Stadt Offenbach auf die steigenden Corona-Infektionszahlen, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag (18.11.2021) hervorgeht.

Aufgrund des „flexiblen Konzepts“ könne man nun „das Gelände sehr kurzfristig einzäunen. Das werden wir jetzt angesichts der zu erwartenden weiter steigenden Fallzahlen auch machen, um die Möglichkeit zu haben, den Zugang zu reglementieren“, sagt Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Die Zäune sollen am Totensonntag (21.11.2021), dem Ruhetag des Weihnachtsmarkts in Offenbach, aufgestellt werden. Auf Zugangsbeschränkungen wolle man sich erst nach den Entscheidungen von Bund und Ländern über die neuen Corona-Regeln festlegen.

Die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Weihnachtsmarkt in Offenbach werden verschärft. (Symbolbild)

Weihnachtsmarkt in Offenbach trotz Corona: Alles Wichtige im Überblick

Erstmeldung vom 15.10.2021, 16.00 Uhr: Nun steht es fest: In diesem Jahr müssen die Offenbacher nicht auf ihren Weihnachtsmarkt verzichten. Nachdem die Stadt grünes Licht für den Markt gegeben hat, haben sich Organisator Klaus Kohlweyer und die Beschicker am Mittwoch getroffen und Regeln für den Markt festgelegt.

Kohlweyer hatte bereits vergangenes Jahr ein viel beachtetes Konzept für einen Weihnachtsmarkt vorgelegt, doch da Offenbach bundesweit die höchste Inzidenz an Corona-Fällen aufwies, musste der Markt abgesagt werden. Die geplanten Finanzhilfen der Stadt aus dem Konjunkturprogramm mussten daher anderweitig verplant werden, unter anderem für Taxi-Gutscheine.

Ab 15. November dreht sich wieder die Pyramide auf dem Weihnachtsmarkt. (Archivbild)

Weihnachtsmarkt in Offenbach mit gemäßigtem Corona-Konzept

Das strenge Konzept von vergangenem Jahr wird jedoch nicht aufgelegt, dank der Corona-Schutzimpfungen kann ein wesentlich gemäßigteres zum Einsatz kommen, das einen Weihnachtsmarktbummel fast wie in Nicht-Corona-Zeiten zulässt. Um die Beschicker zu unterstützen, hat der Markt bereits am 15. November, eine Woche vor Totensonntag, geöffnet.

Einlasskontrollen wird es nicht geben, dafür aber müssen Abstandsregeln eingehalten werden. Der Bereich zwischen Rathaus und KOMM-Einkaufscenter wird wie in den Jahren zuvor bestückt, abgesagt werden musste keinem der Beschicker. Dank finanzieller Unterstützung der Stadt müssen kleine Stände gar keine Standplatzgebühr entrichten, größere nur einen deutlich reduzierten Satz.

Weihnachtsmarkt in Offenbach: Hütten und Sitzgelegenheiten nur mit 2G

Selbst die Besonderheit des Offenbacher Weihnachtsmarktes, die mietbaren Hütten und Sitzgelegenheiten, können angeboten werden. Allerdings nur für Menschen, die geimpft oder genesen sind. „Hier gilt die 2G-Regel, und wer einen Unterstand mietet, muss den 2G-Nachweis erbringen“, sagt Kohlweyer. An den größeren Ständen wird es 2G-Bereiche geben, etwa für den Verzehr. „Wir werden mit Schildern auf dem ganzen Areal auf die Regelung hinweisen und sie kontrollieren“, sagt er. Ob es an Ständen Einbahnstraßen-Regelungen geben wird, ist jedem Beschicker freigestellt.

Plandetail: Orangene Bereiche sind für alle Besucher, rot markierte unterliegen der 2G-Regel

„Unser Konzept ist vom Gesundheitsamt genehmigt – wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Aber ich erwarte auch, dass sich die Besucher vernünftig verhalten“, sagt Kohlweyer. Auch die Bühne vor dem Rathaus wird aufgebaut, dort wird allerdings nur die Krippe untergebracht. Auf ein Bühnenprogramm, darunter auch die beliebte Päckchenversteigerung, muss verzichtet werden, um große Menschenansammlungen zu vermeiden.

Weihnachtsmarkt in Offenbach: Aufatmen und Dank unter den Beschickern

Unter den Beschickern ist Aufatmen und Dank für die Markt-Zusage deutlich vernehmbar: „Ich weiß von keiner anderen Stadt, die ihren Weihnachtsmarktbeschickern so unter die Arme greift, das ist wirklich fantastisch“, sagt Natalie Eiserloh, die mit Süßwaren und Imbiss auf dem Markt vertreten ist. „So ein Einsatz ist wirklich ungewöhnlich, und wir sind sehr dankbar dafür“, sagt Süßwaren-Händler Patrick Eberhardt.

Sämtliche durch die Corona-Regelungen entstehenden Zusatzkosten werden von der Stadt getragen – insgesamt ein mittlerer fünfstelliger Betrag, wie es heißt. Die Unterstützung ist sicher, es müsse nur noch geklärt werden, aus welchem Budget.

Weihnachtsmarkt in Offenbach: Einzelne Verkaufsbuden in der Innenstadt „überlebenswichtig“

Dringend nötig sei sie, sind sich die Beschicker einig, denn der wirtschaftliche Verlust durch den Ausfall sämtlicher Weihnachts- oder Ostermärkte und sonstigen Feste sei immens. „Ich weiß von einigen, die sich umorientieren mussten, weil sie den Ausfall nicht kompensieren konnten“, sagt Eberhardt. Andere haben zeitweise den Beruf gewechselt, etwa Dirk Wolff, der sich vor zwei Jahren mit einem Imbiss selbstständig gemacht hat. „Dann kam Corona und alle Aufträge brachen weg – zum Glück traf ich den Chef meines alten Ausbildungsbetriebs und habe dann sieben Monate wieder als Schreiner gearbeitet“, sagt er.

Dass verschiedene Städte, darunter auch Offenbach, einzelne Verkaufsbuden in der Innenstadt erlaubt haben, sei „überlebenswichtig“, so Natalie Eiserloh. „Es geht dabei nicht nur ums Portemonnaie, sondern es war auch wichtig fürs Gemüt, dass wir wieder eine Perspektive haben.“ (Von Frank Sommer)

Für die Innenstadt in Offenbach gibt es ein Zukunftskonzept. Wohnen im Zentrum soll so gefördert werden.

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