Abfallkalender: Überwiegend elektronisch

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Offenbach -  Keine Sorge: Für Traditionalisten und Offenbacher, die weder über Internetzugang noch über Smartphone verfügen, gibt es den Abfallkalender nach wie vor in gedruckter DIN-A4-Version. Von Martin Kuhn

Diese wird aber nicht mehr im Stadtgebiet verteilt, sondern ist abzuholen beziehungsweise anzufordern. Die Auflage sinkt von 67.000 auf 30.000. Kostenersparnis: 5000 Euro im Jahr. Somit dürfte sich der ESO einigen Ärger ersparen. Denn in schöner Regelmäßigkeit meldeten sich in den vergangenen Jahren Offenbacher, die bei der flächendeckenden Versorgung leer ausgegangen sind. Es gibt indes mehr Gründe, warum der Eigenbetrieb künftig darauf verzichtet. „Wir haben immer wieder beobachtet, dass der Abfallkalender direkt nach Erhalt im Müll landete“, sagt der stellvertretende ESO-Betriebsleiter Christian Loose. Wenigstens in der Papiertonne, fügt er schnell hinzu. Gerade in Wohnanlagen, in denen die Abfallbehälter von Hausmeistern zur Abfuhr bereitgestellt werden, nutzten wenige Mieter das Kalendarium als Nachschlagewerk.  ESO-Mitarbeiter fanden dieses gleich „packenweise“ im Altpapier.

Das hat ein Ende. Der ESO setzt verstärkt auf die elektronische Komponente. „So können über die Internetseite des ESO die genauen Leerungstermine für die eigene Liegenschaft durch wenige Eingaben ausgefiltert, angezeigt und ausgedruckt werden“, wirbt Bürgermeister Peter Schneider. Damit entfalle das bisherige Abgleichen zwischen Kalender und Straßenverzeichnis.

Eine weitere Alternative sei die sogenannte ESO-App fürs Smartphone, die neben einer Erinnerung für die Abfuhrtermine auch ein Abfall-ABC bietet – und die Interaktion mit dem Nutzer. So kann der ESO über diese kostenlose Anwendung gezielt informieren, falls sich einmal die Abfuhr verschieben sollte; etwa bei einem technischen Defekt an einem Müllfahrzeug.

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Rhein-Main: Hier liegt der Müll am Straßenrand

Weitere Vorteile der elektronischen Kalender-Variante: Sie ist stets aktuell und steht neu Hinzugezogenen sofort zur Verfügung. So sei dieses „wichtige Medium“ ganzjährig vorhanden, erläutert der Bürgermeister. Zudem soll eine weitere Verbesserung dafür sorgen, dass es mit der korrekten Abfalltrennung besser läuft.

Im Internet finden sich alle Informationen bald auch auf Arabisch, Bulgarisch, Rumänisch, Polnisch und in vielen weiteren Sprachen. In der Druckversion sei lediglich Platz für vier Sprachen gewesen. „Damit werden wir dem Anspruch vieler Bürger gerecht“, sagt Schneider.

Den Abfallkalender gibt es ab der 51. Kalenderwoche unter anderem im Bürgerbüro, im Wertstoffhof und in Stadtteilbüros. Infos: 069/840004333, www.eso-stadtservice.de

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