Umbau des Kaiserleikreisels: Städte pokern noch

Offenbach/Frankfurt (isi) - Der mögliche Umbau des Kaiserleikreisels sorgt für Diskussionsstoff zwischen den Städten Offenbach und Frankfurt.

Zwar sind beide Städte von der Notwendigkeit dieses Straßenprojekts überzeugt, doch in Fragen der Umsetzung rasseln die Nachbarn derzeit immer wieder aneinander. Ein Grund ist die Aufteilung der Kosten für den Umbau des gewaltigen Kreisverkehrs in zwei große Kreuzungen, die Errichtung von Auf- und Abfahrrampen zur A 661 sowie die Erneuerung der Zufahrtsstraßen. Einer - veralteten - Schätzung zufolge könnte das Vorhaben gut 25 Millionen Euro kosten.

Den Großteil davon soll nach Vorstellung lokaler Politiker zwar der Bund berappen, doch steht für Offenbach eine Beteiligung von fünf Millionen Euro im Raum. Viel Geld für die notorisch klamme Stadt, die sich deshalb wünscht, das ungleich solventere Frankfurt möge gefälligst sein Scherflein beitragen. Schließlich beschere der Bau der Mainbrücke-Ost vom Osthafen nach Oberrad noch mehr Verkehr für den ohnehin schon überlasteten Kreisel.

Offenbach will deshalb gegen den Brückenbau klagen, wenn nicht vorher noch eine Lösung für den Kaiserleikreisel gefunden ist. Offenbachs Sprecher Matthias Müller wies gestern unserer Zeitung gegenüber darauf hin, dass Frankfurt seit Jahren von dieser Klagedrohung wisse. In den städtischen Gremien sei immer wieder über dieses Thema verhandelt und dies auch kommuniziert worden. Der Streit war daher absehbar.

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