Abstecher ins Schwimmbad

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Die Hessische Finanzstaatssekretärin, Professorin Dr. Luise Hölscher, besuchte gestern das Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe. Dieter Erk vom EOSC-Vorstand demonstrierte die neue Folie, die übers Schwimmbecken gezogen wird. Bürgermeisterin Birgit Simon begleitete den Gast.

Offenbach (siw) ‐ Hessens Finanzstaatssekretärin Luise Hölscher hat gestern das im vergangenen Jahr sanierte Schwimmbad Rosenhöhe besucht. Das Freibad erhielt für eine umfangreiche energetische Sanierung eine Million Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes.

Hinzu kommen ein kommunaler Finanzierungsanteil von 200 000 Euro sowie Eigenmittel in Höhe von 88 000 Euro, so dass das Investitionsvolumen für dieses Bauvorhaben insgesamt 1,28 Millionen Euro beträgt.

In das 50-Meter-Schwimmbecken in der Freibadanlage wurde ein neues selbst tragendes Edelstahlgehäuse eingebaut, das gleichzeitig auch als Beckenabdichtung fungiert. Das Schwimmbecken erhielt eine mobile Folienabdeckung, die außerhalb der Öffnungszeiten über die Wasseroberfläche gezogen wird und den Energiebedarf um etwa 80 Prozent senkt. Zuvor nahm Professorin Dr. Luise Hölscher die ebenfalls im vergangenen Jahr umfänglich sanierte Marienschule in Augenschein.

Die von der katholischen Kirche betriebene berufsbildende Schule erhielt für eine umfangreiche Fassadenerneuerung aus dem Hessischen Sonderinvestitionsprogramm Schul- und Hochschulbau Mittel in Höhe von knapp 1,88 Millionen Euro. Hinzu kommt ein kommunaler Anteil von 375 800 Euro, so dass das Investitionsvolumen für dieses Bauvorhaben 2,25 Millionen Euro beträgt.

Sonderprogramm über 1,7 Milliarden Euro

Die Landesregierung hatte in der vergangenen Woche eine positive Bilanz der Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes gezogen. „Wir haben rund 5 000 kommunale Investitionsprojekte und 500 Investitionsprojekte des Landes aus diesen Investitionsmitteln angestoßen“, rief Hölscher in Erinnerung. Fast 60 Prozent davon seien bereits bis Ende 2010 abgeschlossen worden.

Das Land Hessen hatte Anfang 2009 ein Sonderprogramm in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für Investitionen in Schulen und Hochschulen aufgelegt, um die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise abzumildern. Der Bund stellte mit seinem Konjunkturpaket II weitere 958 Millionen Euro für Hessen zur Verfügung.

Offenbach wurde für Arbeiten an öffentlichen Schulen ein Kontingent von 20,8 Millionen Euro zugesprochen. 6,3 Millionen Euro flossen in die Ersatzschulen und in Hochschulbaumaßnahmen der Stadt. 11,1 Millionen Euro wurden in die übrigen kommunalen Infrastrukturmaßnahmen investiert. Damit profitiert die Stadt im Umfang von etwa 38,2 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen von Bund und Land.

Ziel: Sicherung von Arbeitsplätzen

„Zwei Jahre nach Start des Hessischen Sonderinvestitionsprogramms und des Konjunkturpaketes II ist festzustellen, dass die staatlichen Konjunkturprogramme in vollem Umfang gegriffen haben. Die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Stärkung der mittelständisch geprägten Bauwirtschaft und eine Verbesserung der Lernbedingungen in den hessischen Schulen und Hochschulen waren und sind dabei unsere Ziele“, sagte Staatssekretärin Hölscher.

Sie betonte: „Die Entscheidungen von Bundes- und Landesregierung haben einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass Deutschland sich im Aufschwung befindet und die hessische Wirtschaft boomt – auch zum Nutzen der Städte und Gemeinden.“

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