Ätzende Flora und Fauna

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ESO-Mann Benjamin Menzel in Aktion (links), gut geschützt entfernt er vom Steiger aus auch Eichenprozessionsspinner in hohen Bäumen.

Offenbach (tk) ‐ Es krabbelt und wächst gegenwärtig so manches in der Stadt, um das der Spaziergänger besser einen großen Bogen macht: Vertreter von Flora und Fauna, von denen die ungeschützten Finger lässt, wer sich keine äußerst schmerzhaften Verletzungen zuziehen möchte.

Aus dem Reich der Tiere aktuell gefährlich sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Sie bilden ab einem bestimmten Wachstumsstadium feine Härchen, deren Nesselgift bei Menschen zu teils heftigen allergischen Reaktionen auf Haut und Schleimhäuten führen kann.

In der hiesigen Pflanzenwelt bereitet der Riesen-Bärenklau Sorgen. Die bloße Berührung kann bei Menschen schmerzhafte Quaddeln oder sogar schwer heilende Verbrennungserscheinungen hervorrufen. Eine stattliche Population dieser auch Herkulesstaude genannten Giftgewächse haben Leser an einem Weg seitlich der Waldstraße entdeckt. Bis nahezu drei Meter hoch sind die Pflanzen auf dem als Schrottplatz genutzten Grundstücksteil einer Autovermietung geschossen. Sie stehen kurz vor der Blüte; kleinere Exemplare wachsen durch den Zaun hindurch auf eine frei zugängliche Rasenfläche.

Beseitigt werden muss noch der Riesen-Bärenklau, der auf dem Schrottplatz einer Autovermietung an der Waldstraße wuchert.

Das Ordnungsamt ist informiert und hat laut seinem Vizechef Frank Weber den Grundstückspächter umgehend aufgefordert, den Bärenklau zu beseitigen. Nur Mähen reicht aber nicht. Die Blätter und Stängel sollten verbrannt werden - sie können, in Plastiksäcke verpackt, beim Wertstoffhof des Stadtdienstleisters ESO an der Dieselstraße abgegeben werden. Handschuhe und lange Kleidung sind Pflicht, wenn jemand mit der Staude umgeht. Der ESO selbst wird den Radweg entlang der ehemaligen Industriebahntrasse in den nächsten Tagen von Riesen-Bärenklau befreien.

Der Feldzug gegen den Eichenprozessionsspinner hat bereits begonnen. Wer dieser Tage in Offenbachs Park- und Grünanlagen unterwegs ist, kann den in weißen Schutzanzügen samt Atemschutzmasken steckenden Mitarbeitern des ESO-Grünwesens begegnen. Sie sind auf der Suche nach Raupen und Nestern des Falters.

Passanten und Anwohner, die Eichenprozessionsspinner oder Riesen-Bärenklau entdecken, melden dies beim Ordnungsamt unter Tel. 069 8065-2546.

Baumkolonnenführer Horst Limberger und sein Kollege Benjamin Menzel machen Jagd auf die unscheinbaren Baumbewohner. Sobald sie ein Nest oder einzelne Tiere entdecken, werden diese mittels speziellem Gerät aufgesaugt und die Überreste möglichst zeitnah in die Müllverbrennungsanlage gefahren. Die präventive Bekämpfung dient dem Schutz von Spaziergängern und der Sicherheit von Kindern. Um das Gefahrenpotential möglichst gering zu halten, sind die ESO-Mitarbeiter im gesamten Stadtgebiet unterwegs.

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