Aktiv in der Passivhalle

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Planers Seitenblick auf die neue Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule: Drinnen ist Raum für zwei Felder, genug Umkleiden, Duschen, Toiletten, Geräteräume und allesandere, was der Standard gebietet.

Offenbach ‐   Eine Sanierung würde vieles besser machen, aber nichts wirklich gut: Die Sporthalle der Bieberer Geschwister-Scholl-Schule ist nicht nur ziemlich hinüber, sondern schlicht zu klein. Von Marcus Reinsch

Sportstunden für 560 teils ganztags unterrichtete Haupt- und Realschüler in 22 Klassen, die kann nunmal auch ein besonders kreativer Lehrplan nicht auf nur einem Feld unterbringen. Die mangels Ausweichkapazitäten in anderen Sportstätten längst übliche Stundenkürzung aber läuft der Überzeugung zuwider, dass nur das bewegte Kind ein aufnahmefähiges Kind sein kann. Folgerichtig wird es bald eine neue Halle geben, mit zwei Feldern, genug Umkleiden und allem anderen, was der heutige Standard verlangt.

Sie wird gut 3,7 Millionen Euro kosten, 1,1 Millionen davon holt sich die Stadt aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes. Deshalb eilt es jetzt. Steht die Halle bis Ende 2011 nicht, gibt‘s keine Förderung. Dann wäre die Baukörperertüchtigung, nach Erkenntnis der Raumnöte zum Ersatzbau umgeplant, doch erst wie ursprünglich angepeilt ab 2014 an der Reihe. Geplante Fertigstellung deshalb: September nächstes Jahr.

Um Platz zu schaffen, soll in wenigen Wochen die alte Halle plattgemacht werden. Deren Mängelliste ist selbst für ein Gebäude, das schon 43 Jahre auf dem Buckel hat, reichlich gruselig. Im Beton sind Risse diagnostiziert, es gibt Abplatzungen, das Dach ist undicht, die Metallfenster verfügen nicht über die geforderte Ballwurfsicherheit, damals verwendete Materialien sind teils schadstoffbelastet.

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