Atempause für freiwillige Helfer

Aktuell etwa 150 Bewohner in der Erstaufnahme

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Die Erstaufnahme im Kaiserlei: Für Ende dieser Woche rechnen Experten nur noch mit etwa 150 Bewohnern.

Offenbach -  Die Sperrung der sogenannten Balkanroute hat Auswirkungen auf Offenbach: Da inzwischen deutlich weniger Menschen nach Deutschland kommen, geht die Zahl der Asylsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung im Kaiserlei zurück.

Für Ende dieser Woche rechnet man nur noch mit etwa 150 Bewohnern, vor drei Monaten waren es 900. Derweil arbeitet die Stabsstelle Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe am eigenen Internetauftritt. Der Titel: „Offenbach hilft“. Dass die Zahl in der Einrichtung zurückgeht, bewertet Luigi Masala, neuer Leiter der Stabsstelle Flüchtlingshilfe, positiv: „Das ist gut für die Menschen, die in anderen hessischen Kommunen endlich ankommen können.“ Seinen Kenntnissen zufolge will das Land die zweite geplante Einrichtung am Kaiserlei bis auf weiteres nicht in Betrieb nehmen. Für die Flüchtlingsarbeit der vielen hundert Freiwilligen in Offenbach bedeutet die aktuelle Entwicklung eine willkommene Atempause: „Momentan wird das freiwillige Engagement nicht ganz in dem Umfang benötigt wie noch vor einigen Wochen. So ist etwa die Kleiderkammer nur noch mittwochs geöffnet, ohne Sortierzeiten“, so Masala. Dennoch gebt es nach wie vor Möglichkeiten, sich zu engagieren.

So werden immer wieder neue Gastmahl-Gastgeber gesucht. Gemeinsam essen und sich kennenlernen – das ist die Idee hinter dem Gastmahl. Interessenten laden an einem Sonntagmittag eine Familie, kleine Gruppen oder Einzelne zu sich nach Hause zum Essen ein. Der Aufwand ist überschaubar: Fahrdienst, einige Portionen mehr kochen und etwa zwei bis drei Stunden Zeit gemeinsam verbringen. Wer den Menschen der Erstaufnahmeeinrichtung diese Abwechslung bieten möchte, melde sich mit seinem Angebot an: gastmahloffenbach@gmail.com. Mit Hochdruck arbeitet die Stabsstelle am eigenen Internetauftritt „Offenbach hilft“. „Auf diesem Portal können sich Ehrenamtliche und Interessenten künftig über die vielfältigen Möglichkeiten eines Engagements in der Flüchtlingshilfe informieren“, erläutert Masala.

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Die Stabsstelle ruft engagierte Bürger auf, ein umfassendes Bild darüber zu liefern, was in der Stadt Offenbach derzeit an Flüchtlingsangeboten umgesetzt wird. „In welcher Form bieten Sie Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements?“, fragt Masala und fügt hinzu: „Gibt es Projekte, für die Sie ehrenamtliche Helfer ansprechen möchten?“

  • Wer sich angesprochen fühlt, wird gebeten, sich unter Tel.: 069/82367039 im Freiwilligenzentrum, Domstraße 81, zu melden oder eine E-Mail zu schreiben. Adresse: info-fluechtlinge@fzof.de.

Bilder: So helfen Sie Flüchtlingen in der Region

mk/pso

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