Landesentscheid der Roboter-Olympiade

Zwischen Vorfreude und mächtig Herzklopfen

Offenbach - „Roboter im Weltraum“ erleben Besucher am Samstag am Albert-Schweitzer-Gymnasium, wenn technikbegeisterte Kinder und Jugendliche um die Wette tüfteln, programmieren und designen. Von Harald H. Richter 

Die internationale Roboter-Olympiade WRO, ein Wettbewerb für Schüler zwischen acht und 19 Jahren, geht in diesem Jahr bereits in ihre elfte Runde. In Offenbach macht sie dabei aber zum ersten Mal Station. Die Albert-Schweitzer-Schule ist am Wochenende Gastgeber für den offenen Hessischen Landesentscheid. Und schickt selbst drei Teams ins Rennen, jeweils eins in den Kategorien Elementary, Junior und Senior.

„Die Albert-Schweitzer-Schule ist stolz darauf, den Landesentscheid ausrichten zu dürfen“, freut sich Oberstudiendirektor Ulrich Schmidt. Je näher das Event rückt, desto aufgeregter sind die Schüler. Den Zuschlag bekommen zu haben, „erhöht unser Herzklopfen ungemein“, bekennt Informatiklehrerin Eva Segeritz, die das Projekt betreut. Ihr liegen bislang knapp 30 Zusagen von Schüler-Mannschaften aus ganz Hessen vor. Bis Meldeschluss kann sich diese Zahl aber noch ändern; dürfen doch auch Teams aus Bundesländern teilnehmen, in denen es keine eigenen Vorentscheide gibt. Wer am Samstag siegreich ist, qualifiziert sich für das Deutschland-Finale am 14. Juni in Dortmund. Von dort geht es für die besten Teams zwar nicht ins All, wohl aber ins russische Sotschi, wo sich die Teilnehmer mit der internationalen Konkurrenz messen.

Raketen, Satelliten und eine Weltraumstation

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Die jungen Technik-Freaks entwickeln und bauen Roboter, die in den Wettbewerben identische Aufgaben bewältigen müssen. Dabei dreht sich in diesem Jahr alles um Raketen, Satelliten und Weltraumstationen. In den zurückliegenden Wochen wurde bereits eifrig geübt. Aber vor Überraschungen ist keiner gefeit, zumal beim Leistungsvergleich auch eine Sonderaufgabe zu erledigen sein wird, deren Inhalt noch keiner kennt. Allemal sammeln die Kinder und Jugendlichen praktische Erfahrungen in der Arbeit mit Robotern und werden so spielerisch für technische Aufgabenstellungen und Berufe motiviert. In Deutschland trägt der „Verein Technik Begeistert“ die WRO aus. Vergangenes Jahr haben weltweit mehr als 20 000 Mannschaften in 45 Ländern daran teilgenommen. Unterstützung bei der Ausrichtung der Landesentscheide in Offenbach, Böblingen und Chemnitz leisten Mitarbeiter von IBM. Das Unternehmen hat auch die Junior-Ingenieur-Akademie geschult, die seit geraumer Zeit am Albert-Schweitzer-Gymnasium agiert.

Bei einem von der Telekom-Stiftung ausgelobten, bundesweiten Wettbewerb war die Schule als einzige Offenbacher Bildungseinrichtung ins Programm der Junior-Ingenieur-Akademie aufgenommen und mit einer Finanzspritze von 10 000 Euro belohnt worden. Derzeit umfasst das bundesweite Netzwerk 54 Schulen.

Der WRO-Landesentscheid in Offenbach – übrigens der zweitgrößte in Deutschland – beginnt am kommenden Samstag um 10.30 Uhr in der ASS (Waldstraße 113). Gegen 18 Uhr sollen die Sieger feststehen, die nach Dortmund fahren.

Rubriklistenbild: © Archiv: Richter

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