Alles bereit zum Bespielen

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Die Fröbelschüler genießen ihren neuen Spielplatz.

Offenbach - Was lange währt, wird endlich gut. Keiner weiß das besser als Reinhard Brand . Von Alexander Kroh

Der Schulleiter der Fröbelschule hat vier lange Jahre warten müssen, gestern - endlich - konnte er den neu gestalteten Außenbereich samt Spielplatz der Schule für Praktisch Bildbare feierlich eröffnen.

Bis dahin war es ein weiter Weg. Vor vier Jahren wurde ein ungenutzter Pavillon abgerissen, der den Außenbereich der Fröbelschule von den Nachbarn der Kita 15 trennte. Schon schien der Weg frei für ein neu gestaltetes Außengelände. Doch die Kita brauchte mehr Platz, die Fröbelschule gab einen Teil ihres Geländes ab.

Der lange genutzte Spielhügel der Fröbelschule hielt kurz danach einer Prüfung durch den TÜV nicht stand und musste ebenfalls abgerissen werden - ein völlig neues Grundkonzept für den Außenbereich musste her. Dabei half das Architektenbüro Stockert & Eschke. Architektin Annette Eschke plante das Projekt mit viel Sorgfalt, doch die Finanzierung zog sich hin. Dreieinhalb Jahre lag das Gelände brach, den knapp 100 Schülern stand lediglich noch der Fußballplatz sowie eine Tischtennisplatte zur Verfügung.

Mit der Hilfe von zahlreichen Spendern und der Unterstützung vom Stadtbauamt, der Gebäudemanagement GmbH (GBM) und der Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH (EEG) ist es gelungen, das 150 000 Euro-Projekt zu verwirklichen. Schulleiter Brand war immer zuversichtlich, dass die Neugestaltung klappt. Das es jetzt noch vor seinem Ausscheiden funktioniert hat, (der Schulleiter geht Anfang Februar 2012 in den Ruhestand) sei natürlich etwas ganz Besonderes.

Das Zentrum des Außenbereichs bildet ein großes Kombinationsspielgerät zum Klettern, Rutschen und Herumtoben. Außerdem gibt es drei Schaukeln, darunter eine Netzschaukel, die auch von Kindern, die sonst im Rollstuhl sitzen, genutzt werden kann. In einer Ecke finden sich Pflanzentische, daneben eine Kräuterspirale. Die Schüler der Fröbelschule sind nämlich gärtnerisch sehr aktiv und ziehen selbst Pflanzen groß.

Vollendet ist der Außenbereich aber noch nicht. Geplant ist neben einem Gewächshaus noch ein „Fußfühlpfad“. Und auch die Wand, die an den Spielplatz grenzt, soll neu gestaltet werden, dazu wolle man vielleicht auch die Hochschule für Gestaltung mit ins Boot holen. „Ideen haben wir noch genug“, lacht Brand.

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