Alles klar am Schultheis

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Dem Schultheisweiher geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Das freut alle Experten.

Offenbach ‐ Es ist nachvollziehbar, dass sich die Grünen-Politikerin freut, ist es doch ein ökologisches Vorzeigeprojekt. Ohne chemische Keule oder große Technik gelingt eine Rettung, die viele nicht für möglich hielten. Von Martin Kuhn

Ganz entscheidend ist dabei der lange Atem, den Verwaltung, Politik und Bürger aufbringen. Auf fünf Jahre war das Projekt zur „Verbesserung und Stabilisierung“ im Schultheis angelegt. Kosten: 300.000 Euro. Dazu kommen jährlich 178.000 Euro für Pflege und Aufsicht.

Exakt im fünften Jahr gelingt der Durchbruch. „Es ist unwahrscheinlich, dass die Cyanobakterien 2010 noch einmal zu einer Massententwicklung in der Lage sind“, sagt der Gewässerökologe Christian Schuller, der im Auftrag der Stadt wirkt.

Im Jahr 2006 war der Weiher wehrlos

Der Unterschied: 2006 war der Weiher wehrlos, fünf Jahre später hat sich das geändert. Dafür wurde einiges getan: Im See 15 Abfischungen mit einer Entnahme von 2500 Kilogramm Fisch und chemische Fällung des Phosphats. Am Ufer neue Wegeführungen, funktionale Rückschnitte und Schließung illegaler Liegeflächen. Die wohl entscheidende Maßnahme folgt in diesem Frühjahr: 8000 Kilogramm Kaliumchlorid schütteten die Helfer in den Schultheis. Das Aus für die Cyanobakterien: „Sie sind so gut wie nicht mehr nachweisbar.“

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