Ambulanz soll Babys schützen

Misshandlungen von Kindern nehmen zu

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Offenbach - Die Zahl der vernachlässigten und misshandelten Kinder in Hessen hat leicht zugenommen. Die Stadt Offenbach und das Sana- Klinikum reagieren auf diese Entwicklung mit einer Säuglings- und Kleinkind-Ambulanz.

„Wenn demnächst Kinder mit unklaren verdächtigen Krankheitsbildern in unserer Notfallambulanz vorgestellt werden, kann über unsere Säuglings- und Kleinkindambulanz geklärt, beraten und geholfen werden“, erläutert Chefarzt Markus Rose das Präventionsangebot, das zunächst auf drei Jahre befristet ist. „Gleichzeitig schaffen wir für Eltern eine Möglichkeit, in der geborgenen Atmosphäre unserer Kinderklinik eine Gefährdung oder krankhafte Auffälligkeiten festzustellen“, so Rose.

Die Kooperation zwischen dem Jugendamt der Stadt Offenbach und der örtlichen Klinik für Kinder- und Jugendmedizin soll Kinderärzte unterstützen und für die Gesellschaft teure Folgekosten etwa durch Heimunterbringung vermeiden. In Hessen mussten die Jugendämter im vergangenen Jahr fast 8000 Verdachtsfälle von Kindesvernachlässigung und -misshandlung überprüfen, bei denen sich in mehr als 2000 Fällen eine akute oder drohende Gefährdung der Kinder bestätigte. Die Tendenz ist steigend. „Da die Hälfte der Vernachlässigungen und Misshandlungen im häuslichen Umfeld und bei jungen Kindern auftreten, ist es eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, den betroffenen Familien über frühe und niedrigschwellige Hilfsangebote beizustehen“, teilte das Sana-Klinikum mit.

In Offenbach gibt es bereits bewährte Initiativen. Das Netzwerk „Frühe Hilfen“ bietet ein breites Spektrum an Unterstützung; das Sana-Klinikum verfügt über eine professionelle Kinderschutzgruppe.

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cz

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