Amüsantes über Spatz und Schneider

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Eine gelungene Tagesreise dank Bahn, Ulm Touristik und OP: Da waren sich die erfolgreichen Teilnehmer an unserem Gewinnspiel einig, als sie sich auf dem Ulmer Münsterplatz zum Gruppenfoto aufstellten.

Offenbach - (tk) Der Reisegruppe aus Offenbach begegneten auf Schritt und Tritt Rekorde: der höchste Kirchturm und das schiefste Hotel der Welt, das größte Fresko nördlich der Alpen, einem der bedeutendsten Wissenschaftler der Geschichte und dem verkanntesten Flugpionier. +++Fotostrecke+++

Albert Einsteins Geburtsstadt Ulm mit ihrem Münster und der Erinnerung an den vom Pech verfolgten fliegenden Schneider war das Ziel für 20 glückliche Gewinner eines Spiels unserer Zeitung: Die Deutsche Bahn hatte zehn mal zwei Tickets für die Hin- und Rückfahrt im ICE ab Frankfurt spendiert. In nicht viel mehr als zweieinviertel Stunden ging es vom Main an die Donau.

Dort erwartete die von Bahn-Sprecher Hartmut Lange begleiteten Offenbacher aus Stadt und Kreis ein herzlicher und großzügiger Empfang seitens des örtlichen Fremdenverkehrsverbands Ulm Touristik. Dessen Stadtführerin Gabriele Förster gab zunächst viele Einblicke in Details und Masse des imposanten gotischen Münsters, das sich einst die mittelalterlichen Ulmer Bürger gönnten und nicht etwa ein Kirchenfürst. Da war beispielsweise ihr erhellender Hinweis auf den einen Kneifer tragenden St. Petrus im Bleiglasfenster einer Chorkapelle oder ihr bedrückender Vergleich von den 10000 Elefanten, deren Gewicht auf den schmalen Turmfundamenten lastet.

Im historischen Gewölbe des Ratskellers waren die Offenbacher anschließend von Ulm Touristik eingeladen, unter schwäbischen Spezialitäten zu wählen. Sozusagen als Dessert hatte Gabriele Förster beim anschließenden Spaziergang durch die Altstadt unterhaltende Anekdoten aus der Ulmer Geschichte parat: etwa die verbürgte vom Schneider, dem der Donau-Überflug vor den Augen des württembergischen Königs misslang; oder die erfundene vom (heute als Wappentier allgegenwärtigen) Spatz, der den Ulmer ersparte, das Stadttor einzureißen, indem er mit einem Zweig demonstrierte, dass man Balken auch längs statt nur quer transportieren kann.

Impressionen vom Tagesausflug nach Ulm

Leserreise nach Ulm

Der Rundgang führte unter dem schiefen Metzgerturm hindurch, vorbei am noch viel abenteuerlicher geneigten Hotel „Schiefes Haus“ am klaren Nebenflüsschen Blau und zurück zum Münster.

Nach der originellen und aufschlussreichen Stadtführung nahm ein Teil der - von Bahn-Reise und Programm rundum zufrieden gestellten - Offenbach-Post-Leser eine an diesem warmen Sommersamstag schweißtreibende Herausforderung an: Über 768 steile Stufen ist der 161,5 Meter hohe Münsterturm bis auf 143 Meter zu erklimmen.

Wer es wagte, den belohnte ein grandioser Ausblick und, dank des Hinweises von Gabriele Förster, auch das Bewusstsein, noch rechtzeitig einen Superlativ auch körperlich gewürdigt zu haben: In zehn bis zwanzig Jahren wird die immer noch wachsende Kathedrale „Sagrada Familia“ in Barcelona dem Ulmer Münsterturm den Kirchturmshöhenweltrekord abgelaufen haben.

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