„Anbetung von Eyjafjallajökull“

Offenbach ‐ Das Chaos im Luftverkehr ist beispiellos, doch viele unserer Nutzer im Internet können über die Situation auch lachen und sich daran freuen. Zahlreiche Leser kommentieren hier auf www.op-online.de die Auswirkungen der Aschewolke des isländischen Vulkans. Von Ralf Enders

Die Reaktionen reichen von Freude über Witzeleien bis hin zu Mahnungen. Stellvertretend für viele fasst „Offenbacherin“ die vergangenen Tage zusammen: „Danke, lieber Vulkan - weiter so - seit Jahren zum ersten Mal am Wochenende richtig ausgeschlafen - traumhaft.“ Ein anderer Nutzer mahnt zu Konsequenzen: „Es ist aus vielen Gründen wieder an der Zeit, dass das Fliegen teurer wird.“

Die Aschewolke und der Eyjafjalla-Vulkan:

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Wie als Antwort darauf schreibt „Optimist“: „Wohl wahr, aber dann muss die Menschheit auch lernen, von ihrer Bequemlichkeit abzurücken und alternative Reisemethoden nutzen. (...) Und wenn jeder für 90 Euro nach Malle will, können wir noch so viel um Ruhe betteln ...“

Lesen Sie auch:

Himmlische Ruhe, höllische Folgen?“

24 Stunden Busfahrt

Pingpong durch die Weltgeschichte

Der Nutzer „Bieber leidet“ richtet den Blick pessimistisch nach vorn: „Aber wir wissen ja alle, irgendwann hört der Vulkan auf zu spucken, dann wird das Nachtflugverbot vermutlich für Wochen aufgehoben, wir werden wieder mit Lärm überzogen nonstop, und dann wird Leipzig den Ausbau durchwinken (...) und es wird doppelt so schlimm wie es bereits war.“ Schlimm empfindet eine andere Nutzerin die Privatflieger: „Es könnte zur Zeit in Heusenstamm wie im Paradies sein, wären da nicht die offenbar äußerst wichtigen Interessen einzelner Privatflieger, die, wie an jedem anderen Wochenende auch, in niedriger Höhe über unsere Köpfe hinwegfliegen. Frage: Ist das Hobby einzelner mehr wert als das Ruhebedürfnis der Allgemeinheit?“ „Frischluftfreund“ schließlich hat konkrete Pläne. „Ich denke über eine Religionsgemeinschaft nach, zur Anbetung des Gottes Eyjafjallajökull. Aufgenommen wird allerdings nur, wer den Namen fließend aussprechen kann.“

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare