Offenbacher Politiker erstattet Anzeige

FDP-Netzwerk gehackt

Offenbach - Unbekannte haben das soziale Netzwerk der FDP gehackt. Dabei wurden persönliche Daten von Politikern veröffentlicht.

Der hessische FDP-Politiker Oliver Stirböck hat Anzeige erstattet, weil Unbekannte das partei-interne soziale Netzwerk „myfdp“ gehackt haben sollen. Zugleich forderte der Offenbacher Fraktionsvorsitzende der Liberalen, die Piraten sollten sich von dem Angriff distanzieren.

Nach Angaben Stirböcks hatten die Hacker persönliche Daten von Nutzern veröffentlicht, darunter von ihm. Die Täter hätten die Aktion mit der Unterstützung der FDP für die umstrittene Bestandsdatenauskunft begründet. Kritiker befürchten, dass Behörden Zugriff auf die Kundenregister von Internetprovidern bekommen.

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Der Sprecher der hessischen Piraten, Christian Hufgard, zeigte in einer Twitter-Kurznachricht Verständnis für die Hacker. „Seid froh, dass im Kampf gegen Euren Überwachungswahn nur gehackt wird“, schrieb er an Stirböck. Der FDP-Mann verlangte, Bundes- und Landesvorstand der Piraten sollten sich von dem Datenklau distanzieren.

Zufall oder nicht: Gestern wurde auch ein anderer Offenbacher Ziel einer Hackerattacke. Hier übernahmen die Unbekannten den gesamten E-Mail-Account und verschickten falsche Mails.

dpa/akr

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